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Galtier entschuldigt sich für Klima-Spott - Mbappe schweigt
Beim französischen Fußballmeister Paris St. Germain ist nach spöttischen Reaktionen auf Fragen des Klimaschutzes verspätete Reue eingekehrt - zumindest teilweise. Trainer Christophe Galtier entschuldigte sich am späten Dienstagabend nach dem Sieg im Champions-League-Spiel gegen Juventus Turin (2:1) für seine Aussagen, mit denen er einen Kurzstreckenflug seines Teams verteidigt hatte.
"Glauben Sie mir, wenn ich sage, dass mir der Klimawandel und unser Planet Sorgen bereiten", sagte Galtier nun: "Ich bin mir unserer Verantwortung bewusst. Es war ein schlechter Witz zu einer schlechten Zeit, und ich bereue es." PSG-Superstar Kylian Mbappe dagegen reagierte bislang nicht auf die Kritik, auch eine Anfrage der Nachrichten-Agentur AFP bei seinem Management blieb unbeantwortet.
Auslöser des Ärgers war zunächst ein 380-km-Flug zum Ligaspiel beim FC Nantes (3:0) am vergangenen Sonntag gewesen, durchgeführt mit einer Maschine des Sponsors Qatar Airways. Der Klub in Besitz eines Investment-Fonds aus Katar pries den Flug in den Sozialen Netzwerken an, ein Shitstorm war die Folge.
Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Turin mussten Galtier und Mbappe sich daher eine kritische Frage zu den Reisegewohnheiten gefallen lassen. Galtier grinste, Mbappe lachte laut auf. "Wir haben mit unserem Reisebüro gesprochen und gefragt, ob wir künftig vielleicht mit Strandseglern reisen können", sagte Galtier. Die vom Wind angetriebenen Buggys sind an Frankreichs Stränden populär. Mbappe gab bloß an, dass er sich "keine Gedanken" zu diesem Thema mache.
Auch aus Frankreichs Politik gab es reichlich Kritik angesichts der Vorbildfunktion Galtiers und vor allem Mbappes. Sportministerin Amelie Oudea-Castera reagierte via Twitter, Premierministerin Elisabeth Borne wurde im Gespräch mit Reportern deutlich: "Es ist wichtig, dass sie realisieren, in welcher Welt wir leben, dass sie sich der Klimakrise bewusst sind, dass diese keine Hypothese für die Zukunft sondern eine Realität in der Gegenwart ist."
J.Gomez--AT