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Hegseth droht Nato-Partnern mit Konsequenzen bei zu niedrigen Verteidigungsausgaben
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat Nato-Verbündeten erneut mit Konsequenzen gedroht, falls sie ihre Verteidigungsausgaben nicht ausreichend erhöhen. "Verbündete, die sich weigern, mehr Verantwortung zu übernehmen und ihren Beitrag zu unserer gemeinsamen Verteidigung zu leisten, werden mit einer deutlichen Änderung unserer Vorgehensweise umgehen müssen", sagte Hegseth am Samstag bei der Shangri-La-Sicherheitskonferenz in Singapur.
"Zu lange sind höfliche Bitten an unsere europäischen Verbündeten, mehr für ihre eigene Verteidigung auszugeben, auf taube Ohren gestoßen", sagte der Pentagon-Chef. Inzwischen holten sie "endlich auf". Die Nato-Mitgliedstaaten hatten im vergangenen Jahr zugesagt, bis 2035 ihre Verteidigungsausgaben auf 3,5 Prozent des jeweiligen Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu erhöhen, plus weitere 1,5 Prozent für verteidigungsrelevante Ausgaben. Trotz verstärkter Anstrengungen erklären viele Staaten jedoch, dass sie dieses Fünf-Prozent-Ziel möglicherweise nicht erreichen können.
In den vergangenen Wochen hatte die US-Regierung die Verlegung von US-Truppen aus Europa angekündigt. US-Außenminister Marco Rubio hatte dies damit begründet, dass die USA ihre militärischen Fähigkeiten neu verteilen müssten.
Auch mit Blick auf Asien mahnte Hegseth höhere Verteidigungsausgaben der US-Partner an. Die Sicherheit in der Region habe "unverhältnismäßig stark auf amerikanischer Militärmacht" beruht, während viele Verbündete und Partner ihre eigenen Verteidigungsfähigkeiten hätten verkümmern lassen. Positiv hob Hegseth Südkorea, Australien und die Philippinen hervor. Mit Blick auf die Verteidigungsausgaben Neuseelands warf Hegseth dem Inselstaat hingegen "Trittbrettfahren" vor.
A.Anderson--AT