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Vorgezogene Präsidentenwahl in der serbischen Teilrepublik in Bosnien
In der serbischen Teilrepublik von Bosnien und Herzegowina findet am Sonntag eine vorgezogene Präsidentenwahl statt. Für das Amt kandidiert unter anderem der Vertraute des abgesetzten bosnischen Serbenführers Milorad Dodik, Sinisa Karan. Auch der weitgehend unbekannte Oppositionspolitiker Branko Blanusa bewirbt sich. Dodik war Anfang August von der Zentralen Wahlkommission nach fast zwei Jahrzehnten an der Macht des Amtes als Präsident der Republika Srpska enthoben worden.
Dodik ist Vorsitzender der Partei der Unabhängigen Sozialdemokraten (SNSD). Der nationalistische Politiker war vor seiner Absetzung verurteilt worden, weil er zwei Gesetze in Kraft gesetzt hatte, welche die Umsetzung von Entscheidungen des Hohen UN-Repräsentanten für Bosnien und Herzegowina untersagten. Auch wenn Dodik bei der Wahl nicht antreten darf, gilt er vielen weiterhin als der eigentliche Strippenzieher hinter den Kulissen. Der 66-Jährige verfolgt die Abspaltung der serbischen Teilrepublik von Bosnien und Herzegowina.
W.Moreno--AT