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Dortmund siegt und bangt um Reus
Borussia Dortmund hat einen historischen Sieg über den Erzrivalen Schalke 04 teuer bezahlt. Der BVB rang elf Derby-Anfänger der Königsblauen mit 1:0 (0:0) nieder, bangt aber um Marco Reus: Der zuletzt so starke Kapitän musste in der ersten Halbzeit anscheinend schwer verletzt vom Platz getragen werden. Zuletzt war Reus von Bundestrainer Hansi Flick auf dem Weg nach Katar für die anstehenden Länderspiele nominiert worden, bereits die WM 2014 sowie die EM 2016 und 2020 hat er verpasst. Nun droht erneut das Aus.
Ein Tor des eingewechselten von Youssoufa Moukoko (79.) bedeutete vor 81.100 Zuschauern den vierten BVB-Derbysieg in Folge. Eine solche Serie für einen der beiden Großklubs aus dem einstigen Kohlerevier hatte es zuletzt 1967 gegeben. Dortmund eroberte mit 15 Punkten vorerst die Tabellenspitze. Schalke ist seit 454 Minuten ohne Derby-Tor.
Groß war der Frust beim Titelverteidiger. Bayern München setzte seine Ergebniskrise in fort und kassierte die erste Niederlage der Saison. Im bayerischen Duell mit dem FC Augsburg verlor die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann nach erneut schwacher Chancenverwertung überraschend mit 0:1 (0:0) und geht mit reichlich Frust in die Länderspielpause. Mergim Berisha (59.) erzielte das goldene Tor für den Außenseiter. Die Münchner blieben zum ersten Mal nach 87 Spielen in der Bundesliga ohne Tor.
Unterdessen legte Eintracht Frankfurt nach dem Premierensieg in der Königsklasse in der Bundesliga nach: Vier Tage nach dem 1:0 in Marseille gewann die Mannschaft von Oliver Glasner beim VfB Stuttgart 3:1 (1:0). Beim VfB ist dagegen der Fehlstart perfekt: Die Schwaben, die letzte Woche mit einem 2:2 beim FC Bayern noch einen Achtungserfolg erzielt hatten, verpassten den erhofften Befreiungsschlag und blieben auch im siebten Saisonspiel sieglos. Das gab es in der VfB-Historie noch nie.
Sebastian Rode brachte die Eintracht vor 47.500 Zuschauern in der 6. Minute in Führung. Daichi Kamada gelang das 2:0 (55.), Tiago Tomas (79.) erzielte den Anschlusstreffer für Stuttgart. Dann machte Kristijan Jakic (88.) alles klar für die Gäste.
Bayer Leverkusens dagegen rutscht immer tiefer in die Krise, auf Trainer Gerardo Seoane kommt eine unruhige Länderspielpause zu. Vier Tage nach dem 2:0 in der Champions League gegen Atletico Madrid kam die Werkself gegen Aufsteiger Werder Bremen trotz einiger Hochkaräter nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus und steht weiter auf einem Abstiegsplatz. Nach sieben Ligaspielen hat das hochveranlagte Bayer nur magere vier Punkte auf dem Konto. Kerem Demirbay (57.) brachte Bayer in Führung. Milos Veljkovic (82.) glich spät für Werder aus, wobei Bayer-Keeper Lukas Hradecky keinen guten Eindruck hinterließ.
A.Taylor--AT