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Statement-Sieg: Mexiko stürmt ins Achtelfinale
Fiesta und Spektakel: Mexiko hat sich mit Leidenschaft und gnadenlosem Offensivfußball ins Achtelfinale der WM katapultiert. Im Duell zwischen "El Tri" und "La Tri" besiegte der furiose Co-Gastgeber in seiner uneinnehmbaren "Festung" Aztekenstadion DFB-Schreck Ecuador mit 2:0 (2:0) und befeuerte die Träume vom ganz großen Coup.
Julián Quinones (22.) und Rául Jiménez (31.) besorgten mit einem frühen Doppelschlag den vierten Sieg im vierten Spiel, nachdem die Partie aufgrund eines Unwetters mit einer Stunde Verspätung begonnen hatte. Und auch in der Nacht auf Montag (2.00 Uhr MESZ) gegen England oder die Demokratische Republik Kongo kann das Team von Trainer Javier Aguirre erneut auf den Heimvorteil in Mexiko-Stadt setzen: Dort hat Mexiko inklusive der beiden Heimturniere 1970 und 1986 kein einziges seiner WM-Spiele verloren.
Mit Ecuador scheiterte nach dem DFB-Team und der Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire) dagegen auch das dritte Team aus der Gruppe E frühzeitig. Der frühere Leverkusener Piero Hincapié sah nach Videobeweis die Rote Karte, weil er sich in einer Auseinandersetzung den Mund zuhielt (90.+5).
Die Südamerikaner, die dank des 2:1-Erfolgs gegen Deutschland als einer der besten Dritten in die K.o.-Runde eingezogen waren, gingen alles andere als ideal vorbereitet in die Partie. Nach der Reise-Odyssee am Vortag mit massiver Flugverspätung sowie Stau und Unwetter beim Transfer zum Hotel wurde das Team von Trainer Sebastian Beccacece in der Nacht auch noch von feiernden mexikanischen Fans wach gehalten.
Auch am Spieltag selbst war zunächst Geduld gefragt, diesmal für beide Teams. Aufgrund eines Unwetters über Mexiko-Stadt wurde die Begegnung auf 2200 m Höhe erst mit Verspätung angepfiffen. Nach der "Wasserschlacht" in der Vorrunde zwischen Frankreich und dem Irak (3:0) war es das zweite Mal bei der WM, dass ein Spiel von äußeren Umständen beeinflusst wurde.
Pünktlich zum Anstoß war die Gefahr vorüber, das Aztekenstadion brodelte - und beide Teams legten los wie die Feuerwehr. Für Mexiko ließen Jiménez per Kopf (7.) und der extrem spielfreudige 17-jährige Gilberto Mora zunächst beste Möglichkeiten liegen (16.). Auf der Gegenseite lenkte Torhüter Rául Rangel den wuchtigen Abschluss von John Yeboah an den Außenpfosten (18.), ehe Quinones wuchtig zur Führung traf.
Mexiko blieb auch nach der Trinkpause dran, Jiménez stieg mit seinem 47. Länderspieltreffer zum zweitbesten mexikanischen Torschützen der Geschichte hinter "Chicharito" Javier Hernández auf. Der gebürtige Hamburger Yeboah war der gefährlichste Mann der "Gäste", fand nach feinem Solo aber erneut seinen Meister in Rangel (40.), Mora verpasste freistehend die Vorentscheidung (45.).
Nach dem Seitenwechsel schraubte Mexiko seine Offensivbemühungen zurück, Ecuador probierte viel, ohne jedoch zu richtig gefährlichen Abschlüssen zu kommen. Stattdessen ließen César Montes und Johan Vásquez (67.) das 3:0 per Kopf liegen.
M.Robinson--AT