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DEG nach Abstieg: Play-off-Teilnahme in DEL2 als Ziel
Die Düsseldorfer EG hat nach dem feststehenden Abstieg aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) die Play-offs der DEL2 als Saisonziel ausgerufen - gleichwohl noch kein Spieler für die neue Saison unter Vertrag steht. "Sportlich wollen wir leidenschaftliches Eishockey zeigen, die Fans zurückgewinnen und einen Play-off-Platz, also einen Rang unter den ersten Zehn, erreichen", teilte Andreas Niederberger, der künftig mit Rick Amann die sportlichen und wirtschaftlichen Geschicke der DEG leitet, auf SID-Anfrage mit. "Darüber hinaus wollen wir uns finanziell und organisatorisch weiter konsolidieren."
Das 2:1 nach Verlängerung der Dresdner Eislöwen im hoch spannenden siebten Finalspiel der DEL2-Play-offs gegen die Ravensburg Towerstars hatte am Dienstagabend den dritten Abstieg der DEG besiegelt. Hätte Ravensburg die Eislöwen besiegt, wäre Düsseldorf, Tabellenletzter der DEL-Hauptrunde, trotz einer verkorksten Saison doch noch erstklassig geblieben, da die Oberschwaben keine DEL-Lizenz beantragt hatten.
"Natürlich ist ein Abstieg kein positiver Moment für einen Profiklub. Aber wir müssen und werden akzeptieren, was sportlich passiert ist. Wir sehen diese Phase auch als Chance, die DEG wieder auf ein stabiles Fundament zu stellen – sportlich, organisatorisch und finanziell", sagte Niederberger. Es sei "genügend Zeit" gewesen, "sich darauf einzustellen" und die Planungen entsprechend auszurichten. "Wir nehmen es so, wie es jetzt gekommen ist, und verspüren auch eine gewisse Vorfreude", sagte Niederberger.
Die ehemaligen Meisterspieler Niederberger und Amann müssen nun ganz elementare Fragen klären - unter anderem: Welche Spieler laufen künftig für die DEG auf? Und: Wer wird sie trainieren? "Natürlich ist die Aufgabe der Kaderzusammenstellung zu so einem späten Zeitpunkt sehr anspruchsvoll. Aber wir werden eine schlagkräftige Mannschaft zusammenbekommen, da müssen sich die Fans keine Sorgen machen. Rick und ich arbeiten schon länger an einem 'Ghost Team' mit möglichen Kandidaten", versicherte Niederberger.
Um über "einzelne Namen zu spekulieren", sei es aber noch zu früh. "Derzeit hat kein einziger Spieler einen DEL2-Vertrag bei uns unterschrieben, vor uns liegt also quasi ein 'weißes Blatt Papier'. Aber in den nächsten Tagen und Wochen werden wir erste Ergebnisse bekannt geben", sagte Niederberger und ergänzte: "Eine neue Liga ist immer auch wie ein neues Leben. Die DEG wird weiter Teil von Düsseldorf sein und Eishockey spielen!"
Nach dem enttäuschenden Saisonende hatte sich der Klub Anfang März von Sportdirektor Niki Mondt getrennt. Darüber hinaus wurden die auslaufenden Verträge mit Chefcoach Steven Reinprecht und Co-Trainer Saku Martikainen nicht verlängert.
H.Gonzales--AT