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Historischer Erfolg: Heidenheim in der Europacup-Ligaphase
Das Heidenheimer Europacup-Märchen geht dank später Traumtore weiter: Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt nutzte die historische Chance und zog durch ein schwer erkämpftes 3:2 (1:0) gegen BK Häcken im Play-off-Rückspiel sensationell in die Ligaphase der Conference League ein. In Schweden hatte der Bundesligist bei seiner internationalen Premiere mit 2:1 gewonnen.
Youngster Paul Wanner (84.) und Mathias Honsak (90.+2) erzielten in einer turbulenten Partie die so wichtigen wie wunderschönen Schlussphasen-Treffer für den FC, der durch Marvin Pieringer (30.) in Führung gegangen war. Zeidane Inoussa (59.) und Jeremy Agbonifo (79.) hatten das Spiel zwischenzeitlich für die Gäste aus Göteborg gedreht.
Der FCH blickt nun mit Spannung auf die Auslosung der neuen Ligaphase mit 36 Teams, die am Freitagnachmittag in der UEFA-Zentrale in Nyon stattfindet. Es warten auf den kleinen Klub von der Ostalb einige Topklubs. Bereits jetzt hat der Überraschungsachte der vergangenen Saison rund vier Millionen Euro an Einnahmen sicher.
Die Begeisterung auf dem Schlossberg kannte schon vor dem ersten Europapokal-Heimspiel der Vereinsgeschichte keine Grenzen. "Und dann ziehen wir durch Europa", stand auf einem riesigen rot-blauen Banner in der mit 15.000 Fans ausverkauften Voith-Arena.
Schmidt änderte sein Team nach dem 2:0 bei Neuling St. Pauli zum Bundesligastart auf acht Positionen. Durch die Rotation tat sich der FCH, der am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) im Ligaalltag den FC Augsburg erwartet, erst einmal schwer. Häcken wirkte zunächst zielstrebiger, große Chancen konnten sich die Gäste aber gegen die kampfstarken Heidenheimer nicht erspielen.
Der FCH zeigte sich jedoch gleich bei der ersten Möglichkeit eiskalt: Sirlord Conteh, der sich im Hinspiel als erster Europapokaltorschütze in den Vereins-Annalen verewigt hatte, bereitete mustergültig vor, Pieringer vollendete mit Wucht. Kurz darauf hatte Mikkel Kaufmann mit einem Kopfball an die Latte Pech. Bis zur Pause hatte der FCH alles im Griff.
Nach dem Wechsel offenbarte Heidenheim dann aber erst einmal Lücken in der Abwehr. Inoussa nutzte dies bei der dritten Chance aus. Häcken drängte nun, der FCH wackelte. Die Partie wurde nun zunehmend hektisch und blieb hochspannend bis zum Ende.
M.Robinson--AT