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Russell: Mercedes will 2025 "um Titel mitfahren"
Den Traum vom Formel-1-Titel hat George Russell natürlich nicht aufgegeben - doch auf dem steinigen Weg zum Ziel setzt der Mercedes-Pilot auf den Faktor Zeit. "Wir wollen das bestmögliche Auto zum Ende der Saison haben, um im nächsten Jahr um den Titel zu fahren", sagte Russell im Vorfeld des Großen Preises der Niederlande in Zandvoort.
Zwar steigt in Zandvoort am Sonntag (15.00 Uhr/Sky) "erst" das 15. von 24 Saisonrennen, doch der Rückstand auf den WM-Führenden Max Verstappen (Niederlande/Red Bull) ist weder für Russell (161 Punkte zurück) noch für dessen britischen Teamkollegen Lewis Hamilton (127) realistischerweise aufholbar. "Unter normalen Umständen gibt es höchstens noch einen Fahrer, der ihn (Verstappen, d. Red.) schlagen kann - und das ist Lando (Norris, d. Red.)."
Der angesprochene McLaren-Pilot liegt 78 Punkte hinter Verstappen, und "McLaren hat noch immer das beste Auto", urteilte Russell vor dem ersten Rennen nach der vierwöchigen Sommerpause: "Die Schwankungen bei Red Bull sind schon überraschend, das hätte niemand erwartet nach den ersten drei, vier Rennen. Auch ich nicht."
Mercedes hat immerhin drei (zweimal Hamilton, einmal Russell) der vergangenen vier Rennen gewonnen und ist auf dem richtigen Weg - die Hypothek des schwachen Saisonstarts aber wiegt schwer. "Wir sind zuversichtlich, dass wir an unsere guten Leistungen anknüpfen können", sagte Russell - um dann mit viel Schwung in die neue Saison zu starten.
2025 wird letztmals nach dem aktuellen Reglement gefahren, entsprechend wenig Anpassungen werden die Teams vornehmen. Ab 2026 sind völlig andere Autos und Regeln im Einsatz, was die Teams entsprechend gewichten.
Wer künftig den zweiten Mercedes fahren wird, ist völlig offen. Rekordweltmeister Hamilton übernimmt das Cockpit von Carlos Sainz bei Ferrari, der Spanier wiederum ersetzt bei Williams Logan Sargeant. Als Kandidat mit glänzender Perspektive gilt Kimi Antonelli, allerdings hat der erst 17 Jahre alte Italiener nahezu keine Formel-1-Erfahrung. Zudem halten sich hartnäckige Gerüchte über ein vermeintliches Interesse der Mercedes-Bosse an Verstappen.
H.Gonzales--AT