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Fußball: Saudis kaufen sich in WM-Region 2026 ein
Saudi-Arabien hat sich weniger als zwei Jahre vor der WM-Endrunde 2026 in den USA, Mexiko und Kanada nun auch ins wachsende Fußball-Geschäft der Gastgeber-Region eingekauft. Der saudische Staatsfonds PIF und der Kontinentalverband CONCACAF (Nord- und Mittelamerika sowie Karibik) gaben am Donnerstag die Vereinbarung einer umfangreichen und mutmaßlich mehrere Millionen Dollar schweren Zusammenarbeit bekannt.
"Unser gemeinsames Ziel ist die Förderung des Fußballs in allen 41 CONCACAF-Mitgliedsverbänden", ließen die beiden Seiten in einer Mitteilung verlauten. "Wir freuen uns über den Beginn unserer Partnerschaft mit der CONCACAF, die als Organisation mit allen ihren Mitgliedern an der Schwelle zu einer aufregenden Phase steht", erklärte PIF-Boss Mohammed Al Sayyad außerdem.
Inhalt der Kooperation ist demnach die Unterstützung von CONCACAF-Wettbewerben für Nationalmannschaften und Vereine. Dabei soll sich das PIF-Engagement außer auf den Männer- und Nachwuchsbereich auch auf den Frauenfußball erstrecken, obwohl die Rechte von Frauen und ihre Möglichkeiten zur Ausübung von sportlichen Aktivitäten in Saudi-Arabien stark eingeschränkt sind.
Derartige Probleme hinderten CONCACAF-Präsident Victor Montagliani, in Personalunion auch Vizepräsident des Weltverbandes FIFA, nicht an einer euphorischen Bewertung des Deals: "Diese strategische Partnerschaft wird zur Entwicklung des Fußballs in unserer ganzen Region beitragen. Je näher die WM 2026 kommt, desto mehr Interesse und Aufmerksamkeit werden alle unsere Wettbewerbe wecken."
Durch das CONCACAF-Sponsoring setzt Saudi-Arabien, das der einzige Kandidat für die Ausrichtung der WM-Endrunde 2034 ist, seine erheblichen Bemühungen um Ausweitung seines Einflusses im internationalen Fußball fort. Seine staatliche Erdölfördergesellschaft Aramco hatte bereits im vergangenen Frühjahr mit der FIFA einen lukrativen Sponsorvertrag bis 2027 abgeschlossen.
Das seit einigen Jahren zu beobachtende Sport-Engagement der Saudis wird in weiten Teilen der Welt durchaus kritisch gesehen. Nicht zuletzt Menschenrechts-Organisationen bewerten die millionenschweren Einstiege des Königreichs etwa auch in den Tennis- oder Golfsport als "Sportswashing" zur Verbesserung von Saudi-Arabiens Ansehen.
L.Adams--AT