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Mehrjährige Haftstrafen für Schmuggel von halber Tonne Kokain über Bremerhaven
Wegen der Beteiligung am Schmuggel von einer halben Tonne Kokain über den Containerhafen in Bremerhaven sind neun Männer zu Haftstrafen zwischen fast fünf und zehn Jahren verurteilt worden. Das Landgericht Bremen sprach sie nach Angaben eines Sprechers am Dienstag nach einem rund eineinhalbjährigen Prozess in erster Linie der Beihilfe zum Handel mit Betäubungsmitteln in großer Menge schuldig.
Nach Feststellungen des Gerichts hatten die Angeklagten eine Bande gebildet, um im Auftrag von Hintermännern eine etwa 500 Kilogramm schweren Schmuggelladung Kokain aus einem Frachtcontainer im Hafengebiet zu holen. An der Aktion im April 2023 beteiligten sie sich demnach in unterschiedlichem Ausmaß und unterschiedlichen Funktionen. An das Kokain gelangten sie aber nicht. Der Zoll überwachte die Gruppe bereits und beschlagnahmte die Drogen vorher.
Laut ursprünglicher Anklage waren zwei Beschuldigte etwa für die Organisation zuständig und hielten Kontakt zu den unbekannten Hinterleuten. Ein weiterer soll demnach Zugangskarten zum Hafengebiet besorgt haben, während andere für die Containerbergung zuständig waren. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.
Die Menge des international geschmuggelten Kokains stieg in den vergangenen Jahren massiv an. Auch in Deutschland fangen Ermittler vor allem in Seehäfen wie Hamburg und Bremerhaven immer wieder Lieferungen mit einem Gewicht von einigen hundert bis zu mehreren tausend Kilogramm ab. Jüngst warnte der Präsident des Bundeskriminalamts, Holger Münch, vor einer "Kokainschwemme" in Deutschland. Grund sei, dass der Markt in Nordamerika inzwischen gesättigt sei. Kokain werde daher zunehmend nach Europa gebracht.
W.Morales--AT