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Frankreichs Regierungschef verurteilt mutmaßlich islamfeindlichen Mord in Moschee
Nach einem mutmaßlich islamfeindlich motivierten Mord in einer Moschee in Südfrankreich hat Premierminister François Bayrou eine Bestrafung des flüchtigen Täters zugesichert. Alle Ressourcen des Staates seien mobilisiert, um den Angreifer zu fassen und zu bestrafen, erklärte Bayrou am Samstag im Onlinedienst X. Er sprach von einer "islamfeindlichen Gräueltat" und sprach den Angehörigen des Opfers und der muslimischen Gemeinschaft seine Anteilnahme aus.
Ein Angreifer hatte am Freitag in einer Moschee im Dorf La Grand-Combe in Südfrankreich einen Gläubigen mit dutzenden Messerstichen getötet. Anschließend hatte er den Sterbenden mit seinem Handy gefilmt und dabei islamfeindliche Flüche gerufen. Das Video der Tat schickte der Mann offenbar an eine Kontaktperson, die die Aufnahmen in einem Onlinedienst veröffentlichte und später löschte.
Nach dem Täter werde gefahndet, sagte Staatsanwalt Abdelkrim Grini am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Die Antiterror-Staatsanwaltschaft prüfe eine Übernahme des Falls.
Zum Zeitpunkt des Angriffs befanden sich das Opfer und der Täter allein in der Moschee. Der Angreifer stach bis zu 50-mal auf sein Opfer ein und ergriff dann die Flucht. Der Tote wurde später gefunden, als weitere Gläubige zum Freitagsgebet in der Moschee eintrafen. Bei dem Opfer handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um einen jungen Mann, der die Moschee regelmäßig besuchte. Der Angreifer sei dagegen zuvor nicht in dem Gotteshaus gesehen worden.
F.Wilson--AT