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Elfenbeinküste fordert lebenslange Haftstrafen für Anschlag auf Touristenziel
Ein Staatsanwalt der Elfenbeinküste hat am Mittwoch lebenslange Haftstrafen für vier Angeklagte in einem der schlimmsten dschihadistischen Anschläge in der Geschichte Westafrikas gefordert. Ein solches Urteil wäre eine "abschreckende Strafe" für den Angriff auf einen Strand und drei Hotels im Jahr 2016, sagte Staatsanwalt Richard Adou. Bei dem Anschlag waren 19 Menschen getötet worden, darunter auch eine Deutsche.
Adou forderte auch für 14 weitere Angeklagte lebenslänglich, denen in Abwesenheit der Prozess gemacht wird. Sie befinden sich entweder noch auf der Flucht oder werden im Nachbarland Mali festgehalten. Allen 18 werden unter anderem terroristische Gewalttaten, Mord, versuchter Mord und illegaler Waffenbesitz zur Last gelegt. Ein Urteil wird am Donnerstag erwartet.
In der Hafenstadt Grand-Bassam in der Nähe der ivorischen Metropole Abidjan hatten am 13. März 2016 mehrere schwerbewaffnete Männer das Feuer auf Badegäste am Strand eröffnet und drei angrenzende Hotels angegriffen. Die Islamistengruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb (Aqmi) bekannte sich zu den Angriffen.
Der Anschlag in Grand-Bassam war der erste auf touristische Ziele in der Elfenbeinküste. Die rund 40 Kilometer östlich von Abidjan gelegene 80.000-Einwohner-Stadt mit ihren Kolonialbauten gehört zum Weltkulturerbe und ist ein beliebtes Ausflugsziel.
A.Williams--AT