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Mehr als 200 Milliarden Euro Schaden durch Datendiebstahl, Spionage und Sabotage
Durch Diebstahl von IT-Ausrüstung und Daten, durch digitale und analoge Industriespionage und Sabotage entstehen der deutschen Wirtschaft pro Jahr mehr als 200 Milliarden Euro Schaden. In diesem Jahr werde der Schaden bei 206 Milliarden Euro liegen, ergab eine Unternehmensumfrage für den Branchenverband Bitkom. Die meisten Cyberattacken kommen demnach aus Russland und aus China. Sechs von zehn Unternehmen halten die Sicherheitsbehörden derzeit für machtlos gegen solche Angriffe aus dem Ausland.
Umstrittene Rentenreform in Frankreich in Kraft getreten
In Frankreich ist die von Präsident Emmanuel Macron gegen erheblichen Widerstand in der Bevölkerung durchgesetzte Rentenreform am Freitag in Kraft getreten. Das Renteneintrittsalter stieg zunächst von 62 Jahre auf 62 Jahre und drei Monate. Bis 2030 soll es schrittweise auf 64 Jahre angehoben werden.
Fünf Prozent der Fahrten mit 49-Euro-Ticket wären ohne Abo mit dem Auto erfolgt
Rund zehn Millionen Fahrgäste jeweils haben in den Sommermonaten Juli und August das Deutschlandticket genutzt. Damit stieg die Nutzung weiter an, nachdem es im Mai neun Millionen und im Juni 9,6 Millionen Nutzerinnen und Nutzer waren, wie der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) am Freitag mitteilte. Er koordiniert im Auftrag von Bund und Ländern die Ergebnisse der bundesweiten Marktforschung zum 49-Euro-Ticket.
Bericht: Bundesrechnungshof kritisiert Haushaltsplanung der Bundesregierung
Der Bundesrechnungshof übt laut einem Medienbericht scharfe Kritik am Entwurf für den neuen Bundeshaushalt. Der Haushalt 2024 sei unsolide finanziert, umgehe bewusst die Schuldenbremse und verschleiere so die echte Verschuldung, zitierte das "Handelsblatt" am Freitag aus der "Analyse zur Lage der Bundesfinanzen für die Beratungen zum Bundeshaushalt 2024" des Bundesrechnungshofs. Der neue Bundeshaushalt wird in der kommenden Woche in den Bundestag eingebracht.
Kupferhersteller Aurubis geht von Metalldiebstahl in dreistelliger Millionenhöhe aus
Der Kupferhersteller Aurubis ist nach eigenen Angaben erneut bestohlen worden - der Schaden belaufe sich auf einen niedrigen dreistelligen Millionenbereich, teilte das Hamburger Unternehmen am Donnerstagabend mit. Aurubis strich daher die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr.
Stimmung in der Autoindustrie verschlechtert sich weiter
Die deutsche Automobilindustrie schätzt ihre aktuelle Geschäftslage laut Umfrage des Ifo-Instituts schlechter ein als im Juli: Im August fiel der entsprechende Indikator auf 12,7 Punkte, nach 22,1 Punkten im Juli, wie das Ifo am Freitag mitteilte. "Die Stimmung hat sich vor allem bei den Autoherstellern verschlechtert; die Zulieferer sind mit ihrer aktuellen Lage immer noch einigermaßen zufrieden", erklärte Anita Wölfl vom Ifo.
Wegner und Giffey auf Eröffnungsrundgang der Elektronikmesse IFA in Berlin
Berlins Regierender Bürgermeister Kay Wegner (CDU) und Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) werden am Freitag zum Eröffnungsrundgang auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin erwartet. Die Messe ist von Freitag bis Dienstag für Fachbesucher und Verbraucher geöffnet, es werden über 2000 Aussteller aus 48 Ländern weltweit erwartet. Schwerpunktthemen sind Künstliche Intelligenz und Roboter sowie Nachhaltigkeit und mobile Technologien.
Einsatz von Antibiotika bei Masttieren im vergangenen Jahr zurückgegangen
Der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung ist im vergangenen Jahr zurückgegangen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gab am Donnerstag erstmals einen ausführlichen Jahresbericht heraus, der neben der eingesetzten Menge auch einen Rückgang der Behandlungstage pro Tier feststellt. Demnach sank die Verbrauchsmenge von Antibiotika bei Rindern, Schweinen, Hühnern und Puten insgesamt um zwölf Prozent.
Merz für Gespräche über Industriestrompreis offen
Unionsfraktionschef Friedrich Merz (CDU) hat sich offen für Gespräche über einen Industriestrompreis gezeigt. "Das können wir uns vorstellen", sagte Merz am Donnerstag bei einer Klausur des geschäftsführenden Vorstands der Unionsfraktion. Wichtig sei aus seiner Sicht aber zunächst eine Senkung der Netzentgelte und Stromsteuern. "Und dann sprechen wir auch, wenn es notwendig sein sollte, über einen Brückenstrompreis."
Microsoft löst Kommunikationsdienst Teams aus Büropaketen heraus
Der US-Softwarekonzern Microsoft reagiert auf eine Untersuchung der EU-Wettbewerbshüter und löst den Kommunikationsdienst Teams aus seinen Büropaketen Office 365 und Microsoft 365 heraus. Die beiden Büropakete werden ab Oktober günstiger für Kunden, die auf Teams verzichten, erklärte Microsoft am Donnerstag.
Musk kündigt Sprach- und Videoanrufe auf Twitter-Nachfolger X an
Technologie-Milliardär Elon Musk hat angekündigt, dass künftig auch Sprach- und Videoanrufe auf der Plattform X (früher Twitter) möglich sein werden. Einen Zeitpunkt nannte Musk am Donnerstag vorerst nicht. Die Zusatzfunktionen bringen X einen Schritt weiter zur "App für alles", zu der Musk X machen möchte.
Tödlicher Unfall nach Berührung zwischen jugendlichen Fahrradfahrern in Emden
Nach einer Berührung zwischen zwei jungen Fahrradfahrern ist ein 14-Jähriger im niedersächsischen Emden gegen einen Lastwagen geprallt und tödlich verletzt worden. Wie die Polizei in Leer mitteilte, ereignete sich der Unfall am Donnerstagmorgen auf einem Radweg neben einer Straße, auf dem der 14-Jährige und ein zwölfjähriger weiterer Radfahrer in entgegengesetzten Richtungen unterwegs waren. Ihre Lenker berührten sich, woraufhin der Ältere ins Straucheln kam und vom Kurs abkam.
Inflation in der Eurozone im August unverändert bei 5,3 Prozent
Die Inflation in der Eurozone ist im August unverändert geblieben: Die Teuerung betrug im Vergleich zum Vorjahresmonat 5,3 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag in einer ersten Schätzung mitteilte. Die Rate blieb trotz eines Rückgangs der Energiepreise um 3,3 Prozent und einer langsameren Steigerung bei den Nahrungsmittelpreisen, die um 9,8 Prozent anzogen, stabil. Der Rückgang bei den Energiepreisen war aber schwächer als in den Vormonaten.
UBS integriert übernommene Credit Suisse komplett - 3000 Jobs fallen weg
Die Marke der von der Schweizer UBS übernommenen Skandalbank Credit Suisse soll künftig komplett verschwinden. Die UBS will das Schweiz-Geschäft der Credit Suisse vollständig ins eigene Institut integrieren, wie sie am Donnerstag mitteilte. Dadurch sollen 3000 Jobs in der Schweiz wegfallen, sagte UBS-Chef Sergio Ermotti, davon bereits 1000 bis Ende 2024.
Gaspreise seit Lieferstopp Russlands vor einem Jahr wieder deutlich gesunken
Ein Jahr nach dem Lieferstopp Russlands haben sich die Gaspreise für Haushalte wieder entspannt. "Die Gaspreise haben sich fast halbiert, die Strompreise sind um ein Drittel gesunken", erklärte das Verbrauchsportal Verivox am Donnerstag in Heidelberg. Rekordpreise wie im letzten Jahr seien aktuell nicht zu erwarten.
Beschäftigte der japanischen Warenhauskette Seibu streiken - erstmals seit 1962
Erstmals seit mehr als 60 Jahren sind die Beschäftigten der beliebten japanischen Warenhauskette Seibu in den Streik getreten. Die Kaufhäuser blieben am Donnerstag den ganzen Tag zu - das ist in Japan so selten, dass Fernsehjournalisten live berichteten und über dem Seibu-Gebäude in Tokio sogar aus einem Hubschrauber heraus gefilmt wurde. Die Kette soll an ein US-Unternehmen verkauft werden, die Gewerkschaft fürchtet Stellenstreichungen.
Arbeitslosigkeit nimmt im August weiter zu
Die schwache Konjunktur und die Sommerpause sorgen für eine steigende Zahl von Arbeitslosen in Deutschland: Im August nahm die Zahl im Vergleich zum Vormonat um 79.000 auf 2,696 Millionen zu, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent an.
Einzelhandelsumsatz auch im Juli gesunken
Der Umsatz im deutschen Einzelhandel ist auch im Juli gesunken. Er ging im Vergleich zum Juni preisbereinigt um 0,8 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Im Vergleich zum Juli 2022 sank der Umsatz um 2,2 Prozent. Im ersten Halbjahr hatte das Minus 4,5 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums gelegen.
Frankreichs Verkehrsminister fordert Mindestpreis für Flugtickets in der EU
Der französische Verkehrsminister Clement Beaune fordert aus Klimaschutzgründen einen Mindestpreis für Flugtickets in der EU. "Flugtickets für zehn Euro sind mitten im ökologischen Umbau nicht mehr länger möglich", sagte Beaune der aktuellen Ausgabe des Magazins "L'Obs". Er werde seinen EU-Kollegen in den kommenden Tagen einen Vorschlag unterbreiten.
Von Hollywood-Streiks betroffene Filmfestspiele in Venedig begonnen
Unter dem Eindruck der anhaltenden Schauspieler-Streiks in Hollywood haben am Mittwoch die 80. Filmfestspiele in Venedig begonnen. Jurypräsident Damien Chazelle sprach von einer Warnung, dass die Branche wieder die Kunst in den Vordergrund stellen müsse. Zwar werden viele Top-Regisseure wie etwa Sofia Coppola am Lido erwartet - doch wegen der Streiks sind in diesem Jahr deutlich weniger Stars als üblich bei dem Festival in der italienischen Lagunenstadt vertreten.
Abba-Sängerin Agnetha kündigt Solo-Single an
Agnetha Fältskog, Sängerin der schwedischen Kultband Abba, hat die Veröffentlichung einer neuen Solo-Single bekanntgegeben. Der Song mit dem Titel "Where Do We Go From Here" werde am Donnerstag im britischen Radiosender BBC Radio 2 uraufgeführt, schrieb die 73-jährige Fältskog am späten Dienstagabend im Online-Dienst Instagram. Fältskog hatte ab 2013 bereits mehre Solo-Alben veröffentlicht. Die Band Abba brachte im November 2021 unter dem Titel "Voyager" ihr erstes Album seit rund vier Jahrzehnten heraus.
Technische Störung in Großbritannien kostet Fluggesellschaften Millionen
Die schwerste technische Störung im Flugverkehr in Großbritannien seit fast zehn Jahren kostet die Fluggesellschaften voraussichtlich mehr als 100 Millionen Euro. "Es ist sehr unfair, weil die Flugverkehrskontrolle, die für diesen Ausfall verantwortlich war, keinen einzigen Penny zahlt", sagte der Direktor der Internationalen Luftverkehrsvereinigung (Iata), Willie Walsh, am Mittwoch der BBC. Die Fluggesellschaften mussten gestrandeten Passagieren Ersatzflüge und Übernachtungen zahlen.
Süßwarenindustrie fordert vereinfachte Zuckerimporte in die EU
Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) hat die EU-Kommission aufgefordert, den europäischen Markt für Zuckerimporte zu öffnen. "Ein Gegensteuern der Politik wäre notwendig, um die Knappheit am Markt sowie die Preisinflation beim Zucker einzudämmen", erklärte der BDSI am Mittwoch in Bonn. Derzeit sei der Zuckermarkt mit hohen Schutzzöllen "vom Weltmarkt weitgehend abgeschirmt". Das müsse sich ändern.
Elektronikmesse IFA in Berlin beschäftigt sich mit KI
Die Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin beschäftigt sich ab Freitag auch mit Künstlicher Intelligenz (KI) und Robotern. "In den kommenden Jahren wird KI unsere Welt verändern, nicht nur hinsichtlich des Umgangs mit der Technologie, sondern auch hinsichtlich dessen, was die Menschen mit der Technologie machen können", erklärten die Veranstalter am Mittwoch. Die IFA ist ab Freitag bis Dienstag für Fachbesucher und Verbraucher geöffnet.
Österreich führt Mietendeckel für gemeinnützige Wohnungen ein
Die österreichische Regierung hat einen großflächigen Mietpreisdeckel im gemeinnützigen Wohnungsbau angekündigt. In den kommenden drei Jahren sollen die Mieten um maximal fünf Prozent jährlich ansteigen dürfen, wie das Bundeskanzleramt in Wien am Mittwoch mitteilte. "Wir wollen die Menschen entlasten und das Leben leistbar halten", erklärte Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP).
BDEW: Gaslieferstopp Russlands vor einem Jahr "riesige Herausforderung"
Die deutsche Energiewirtschaft hat den vor einem Jahr verhängten Gaslieferstopp Russlands als "gewaltigen Einschnitt" beschrieben. "Diesen Ausfall zu ersetzen, war und ist eine riesige Herausforderung für die Energiewirtschaft", erklärte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) am Mittwoch. Mittlerweile könne Deutschland aber "einigermaßen optimistisch" auf die Gasversorgungslage in diesem Winter blicken.
Pilotprojekt zu Viertagewoche bei vollem Lohn startet im Februar in Deutschland
In Deutschland startet Anfang 2024 ein umfassendes Pilotprojekt zur Einführung einer Viertagewoche. Das berichtete am Mittwoch das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf die Beratungsagentur Intraprenör, die das Projekt in Deutschland koordiniert. 50 Unternehmen verschiedener Branchen aus ganz Deutschland werden demnach das Arbeitszeitmodell vom 1. Februar an testen: Sechs Monate lang werden sie die Arbeitszeit bei gleichem Gehalt von fünf auf vier Tage reduzieren.
Inflation im August bei voraussichtlich 6,1 Prozent
Die Inflation hat sich im August weiter leicht abgeschwächt: Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte, liegt die Teuerung in diesem Monat bei voraussichtlich 6,1 Prozent. Im Juli hatte sie im Jahresvergleich bei 6,2 Prozent und im Juni bei 6,4 Prozent gelegen. Verglichen mit Juli stiegen die Preise im August um 0,3 Prozent.
Regierung in Japan wirbt offensiv für Fisch aus Fukushima
Mit einem Internetvideo wirbt die japanische Regierung offensiv für den Kauf von Fisch aus der Region um das zerstörte Atomkraftwerk Fukushima. "Das schmeckt sehr gut", betonte Regierungschef Fumio Kishida in dem am Mittwoch in sozialen Netzwerken veröffentlichten Clip, in dem er gemeinsam mit drei Ministern Fisch, Meeresfrüchte und andere Lebensmittel aus der Gegend um Fukushima verzehrt.
Zufriedenheit der Azubis mit ihrer Ausbildung gesunken
Immer weniger Auszubildende würden ihren eigenen Betrieb weiterempfehlen und die Zufriedenheit der Azubis mit ihrer Ausbildung ist ebenfalls gesunken: Das sind zwei Ergebnisse des diesjährigen Ausbildungsreports der Jugendorganisation des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), der am Mittwoch vorgestellt wurde. Darin werden auch erhebliche Mängel bei der Digitalisierung sowohl in den Berufsschulen als auch in den Ausbildungsbetrieben kritisiert.
Verbraucherschützer: Mängel bei Umsetzung von strengeren EU-Regeln für Online-Riesen
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat wenige Tage nach Inkrafttreten von strengeren EU-Vorschriften für Online-Riesen Mängel bei der Umsetzung kritisiert. "Der vzbv hat jetzt erste Überprüfungen vorgenommen, weitere werden folgen. Wenn es bei der Umsetzung weiterhin hakt, wird der Verband die Möglichkeit nutzen, Unternehmen bei Verstößen abzumahnen", erklärte vzbv-Chefin Ramona Pop am Mittwoch. Demnach besteht bei der Pflicht zu Kontaktangaben und bei der Transparenz der Empfehlungssysteme Nachbesserungsbedarf.
Neuzulassungen in Europa nehmen weiter kräftig zu
Die Zahl der Neuzulassungen in der EU hat auch im Juli weiter zugenommen: Neu angemeldet wurden gut 851.000 Pkw, das waren rund 15 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der europäische Herstellerverband Acea am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Im Juni waren erstmals mehr Elektro- als Dieselautos zugelassen worden - im Juli fiel der Marktanteil der E-Autos mit 13,6 Prozent wieder niedriger aus als der Anteil der Dieselautos mit 14,1 Prozent.