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DBB-Boss Weiss moniert fehlende Live-Berichterstattung im TV
Ingo Weiss, Präsident des Deutschen Basketball Bundes (DBB), hat ARD und ZDF wegen der fehlenden Live-Berichterstattung von der Heim-EM kritisiert. Betrachte man die enormen Zuschauerzahlen in Köln, dann finde er es "schon ziemlich ignorant und enttäuschend, dass die Öffentlich-Rechtlichen nicht ihrem Auftrag nachkommen", sagte Weiss am Sonntag nach dem Krimi im Gruppenspiel gegen Litauen (109:107 n.2.V.).
ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann entgegnete auf SID-Anfrage: "Ich weiß nicht, woher Herr Weiss seine Informationen hat. Die Deutsche Telekom hat die Übertragungsrechte an den Live-Spielen erworben, und dabei bleibt es auch."
Die ARD teilte mit, dass man sich "schon vor Monaten" entschieden habe, "keine Livespiele der Basketball-EM zu erwerben". Vor dem "Hintergrund der umfangreichen Sportberichterstattung in diesem Sommer mit über 543 Stunden Liveberichterstattung" seien "weitere Livestrecken des Sports derzeit leider nicht möglich".
Weiss kritisierte derweil weiter: "Die ARD sagt einfach: Wenn Deutschland im Halbfinale oder Finale ist, dann übertragen wir. Aber wenn ich die Telekom wäre, dann würde ich sagen: Wieso denn die Sahneteilchen rauspicken?" Zudem gab er zu bedenken: "Wenn wir wirklich in ein Viertelfinale, Halbfinale kommen, dann wird's teuer."
Die Rechte liegen bei der Deutschen Telekom, MagentaSport zeigt alle EM-Spiele live, die mit deutscher Beteiligung kostenfrei. "Magenta hat den Öffentlich-Rechtlichen einen roten Teppich ausgelegt, um übertragen zu können", sagte Weiss. Hätte man "im Vorfeld einen Deal gemacht, dann hätte man über alles reden können". Dies habe Magenta angeboten, "so sind meine Informationen", so Weiss: "Ich bin enttäuscht darüber."
Y.Baker--AT