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Nach Vuelta-Abbruch: UCI kritisiert spanische Regierung
Der Radsport-Weltverband UCI hat nach dem Abbruch der 80. Spanien-Rundfahrt mit "völliger Ablehnung" und "tiefer Besorgnis" auf die Vorfälle reagiert und schwere Kritik an der spanischen Regierung geübt. Die Union Cycliste Internationale bedaure die Unterstützung für die pro-palästinensischen Demonstranten, die für ein vorzeitiges Ende der Vuelta a España gesorgt hatten.
"Diese Haltung steht im Widerspruch zu den olympischen Werten der Einheit, des gegenseitigen Respekts und des Friedens", hieß es in einem Statement am Montagabend: "Sie stellt auch die Fähigkeit Spaniens in Frage, große internationale Sportveranstaltungen auszurichten und sicherzustellen, dass diese unter sicheren Bedingungen und in Übereinstimmung mit den olympischen Werten stattfinden."
Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez hatte am Montag seine "tiefe Bewunderung" für die Demonstranten bekräftigt. Am Schlusstag der Vuelta hatten nach Behördenangaben mehr als 100.000 Aktivisten in Madrid gegen das Vorgehen Israels im Gaza-Krieg und der Teilnahme des Teams Isreal-Premier Tech an der Rundfahrt protestiert, die schlussendlich abgebrochen wurde.
"Die UCI verurteilt nachdrücklich die Ausnutzung des Sports für politische Zwecke im Allgemeinen und insbesondere durch eine Regierung", teilte die UCI mit: "Der Sport muss autonom bleiben, um seine Rolle als Instrument des Friedens erfüllen zu können. Es ist inakzeptabel und kontraproduktiv, wenn unser Sport von seiner universellen Mission abgelenkt wird."
Die Rennorganisatoren nahm die UCI in Schutz. Diese hätten Sofortmaßnahmen ergriffen, "um die Fortsetzung der Veranstaltung zu gewährleisten. Sie handelten mit vorbildlicher Professionalität und respektierten dabei die Autonomie und Unabhängigkeit des Sports", hieß es.
A.Taylor--AT