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Nach U17-WM: DFB geht gegen rassistische Beleidigungen vor
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat nach den rassistischen Beleidigungen gegen mehrere U17-Weltmeister im Internet vier Verfasser zweifelsfrei identifiziert. Gemeinsam mit der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt/Main erfüllten insgesamt sogar 14 Fälle den Tatbestand der Volksverhetzung, teilte der DFB mit. In diesen Fällen sei jeweils ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden.
"Wir nehmen die menschenverachtenden Anfeindungen unserer Spieler im Internet nicht hin, sondern bekämpfen sie aktiv und nachhaltig", sagte DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann: "Wir hoffen, dass die ersten Identifizierungen und strafrechtlichen Verfolgungen von Tätern eine abschreckende Wirkung haben werden."
Insbesondere nach dem Achtelfinale gegen die USA (3:2) hatte es unter einem Foto von deutschen Spielern Hasskommentare im Netz gegeben. DFB-Trainer Christian Wück hatte schon in Indonesien die Identifikation seiner Spieler mit Deutschland betont. "Die Jungs geben ihr Herz für unser Land", so Wück.
Auch bei der U21-EM im Juni waren die deutschen Nationalspieler Youssoufa Moukoko und Jessic Ngankam rassistisch beleidigt worden, schon damals hatten der DFB und die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) der Generalstaatsanwaltschaft die Hasskommentare strafrechtlich verfolgt.
Im Fall der U17 seien nun in vier Fällen die Verfasser der Kommentare identifiziert worden, so der DFB. Aufgrund der Wohnorte wurden die Verfahren an die örtlich zuständigen Staatsanwaltschaften außerhalb Hessens abgegeben. In weiteren Fällen sei der Tatbestand der Beleidigung oder der des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen erfüllt. Der DFB hat die betreffenden Kommentare auf seinen Social-Media-Kanälen gelöscht und die verantwortlichen User dauerhaft gesperrt.
P.A.Mendoza--AT