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Ultrarechte liegen laut Nachwahlbefragungen bei Wahl in Italien vorne
Die Rechtsaußen-Partei Fratelli d'Italia (FDI) ist bei der Parlamentswahl in Italien Nachwahlbefragungen zufolge stärkste Kraft geworden. Die Partei von Georgia Meloni kam auf 22 bis 26 Prozent der Stimmen, wie der Sender RAI am Sonntag berichtete. Damit werden die Fratelli d'Italia voraussichtlich in beiden Parlamentskammern eine klare Mehrheit mit ihren Bündnispartnern, der rechtsnationalen Lega und der Forza Italia (FI), erreichen.
Die Lega von Ex-Innenminister Matteo Salvini kam laut der Befragung durch das Opinio-Institut für den Sender RAI auf 8,5 bis 12,5 Prozent, die Forza Italia (FI) des langjährigen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi auf 6 bis 8 Prozent. Damit könnte erstmals seit Ende des Zweiten Weltkriegs ein rechtsnationales Bündnis die Regierung stellen. In Umfragen hatte sich ein Sieg des rechten Lagers bereits abgezeichnet.
Bei den Wahlen 2018 hatten die FDI nur knapp über vier Prozent der Stimmen geholt. Seither aber lief die Partei vor allem dank der charismatischen Meloni der Lega von Hardliner Salvini den Rang als stärkste rechte Kraft ab. Das politische Erbe, auf dem die FDI 2012 gegründet wurden, ist die in den 1990er Jahren aufgelöste postfaschistische Partei Movimento Sociale Italiano (MSI).
R.Lee--AT