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Kanada verbietet Import von Handfeuerwaffen
Kanada verbietet die Einfuhr von Handfeuerwaffen in das Land. Solche Waffen "haben nur einen einzigen Zweck, nämlich Menschen zu töten", sagte der Minister für öffentliche Sicherheit, Marco Mendicino, am Freitag bei einer Pressekonferenz in Etobicoke, einem Vorort von Toronto. Es handele sich um ein "vorübergehendes Verbot", das ab dem 19. August für Privatpersonen und Unternehmen gelte, und zwar bis zum Inkrafttreten eines "nationalen Einfrieren" des Handfeuerwaffen-Besitzes.
Kanada plant vor dem Hintergrund der Schusswaffengewalt in den USA ein Gesetz, das den Besitz von Handfeuerwaffen landesweit einfriert. Premierminister Justin Trudeau hatte diesen Schritt Ende Mai nach einem Schulmassaker im Bundesstaat Texas mit 21 Toten angekündigt. Damit soll es nicht mehr möglich sein, in Kanada Handfeuerwaffen zu kaufen, zu verkaufen, zu übertragen oder zu importieren.
Verglichen mit den benachbarten USA sind Gewalttaten mit Schusswaffen in Kanada selten - die Tendenz ist jedoch steigend. Der Statistikbehörde zufolge hat sich die Zahl der Straftaten, bei denen jemand eine Waffe ergreife mit der Absicht zu töten oder zu verletzen seit 2009 verfünffacht.
Der Polizei zufolge werden viele der Handfeuerwaffen aus den USA ins Land geschmuggelt. Regierungsangaben zufolge gibt es mittlerweile rund eine Million Handfeuerwaffen in Kanada. Nach dem schlimmsten Schusswaffenmassaker der kanadischen Geschichte im April 2020 mit 23 Toten in Nova Scotia waren auf Trudeaus Betreiben die Waffengesetze schon einmal deutlich verschärft worden.
W.Stewart--AT