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Pelosi trotz chinesischer Warnungen in Taiwan gelandet
Ungeachtet chinesischer Warnungen besucht die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, Taiwan. Auf Live-Fernsehbildern war zu sehen, wie die US-Spitzenpolitikerin am Dienstagabend (Ortszeit) in Taipeh landete. China betrachtet die demokratisch regierte Insel als abtrünnige Provinz und hatte in den vergangenen Tagen mehrfach deutlich gemacht, dass es einen Besuch von Pelosi in Taiwan als Provokation ansehen würde.
Als Vorsitzende des Repräsentantenhauses hat Pelosi das dritthöchste Amt der USA inne. Die der Demokratischen Partei von Präsident Joe Biden angehörende Politikerin ist die ranghöchste US-Vertreterin seit 25 Jahren, die Taiwan einen Besuch abstattet. Die 82-Jährige, die in einer US-Militärmaschine landete, wurde am Flughafen von Taiwans Außenminister Joseph Wu begrüßt.
Unmittelbar vor der Landung von Pelosi hatten chinesische Kampfflugzeuge nach Angaben des staatlichen chinesischen Fernsehens die Taiwanstraße - die umstrittene Meerenge zwischen Taiwan und Festland-China - überflogen. Die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Hua Chunying, hatte zuvor mit Blick auf Pelosi gedroht, die USA würden den Preis für eine "Untergrabung der nationalen Sicherheitsinteressen Chinas zahlen".
Seit der Abspaltung Taiwans von China will Peking die Insel mit dem Festland wieder vereinigen - notfalls mit militärischer Gewalt. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat zuletzt Befürchtungen wachsen lassen, Peking könnte im Umgang mit Taiwan auf ein ähnliches Vorgehen setzen.
S.Jackson--AT