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Ultrarechter Kandidat Kast gewinnt Präsidentenwahl in Chile
Der rechtsextreme Kandidat José Antonio Kast hat die Präsidentschaftswahl in Chile gewonnen. Der 59-Jährige lag am Sonntagabend nach Auszählung von 76 Prozent der Stimmen mit 58,3 Prozent uneinholbar in Führung, wie die Wahlkommission mitteilte. Die Sozialdemokratin Jeannette Jara kam demnach nur auf 41,7 Prozent.
Jara gestand noch am Wahlabend ihre Niederlage ein. Die Wählerinnen und Wähler hätten sich klar und deutlich entschieden, schrieb Jara im Onlinedienst X. Sie habe Kast daher bereits zum Wahlsieg gratuliert und ihm viel Erfolg gewünscht.
Tausende Menschen strömten in der Hauptstadt Santiago de Chile und in anderen Städten des südamerikanischen Landes auf die Straßen, um Kasts Wahlsieg zu feiern.
Der deutschstämmige Kast war am Sonntag als Favorit in die Stichwahl um die Nachfolge des linksgerichteten Präsidenten Gabriel Boric gegangen. Wichtigste Themen im Wahlkampf waren die Bekämpfung krimineller Banden und die Einwanderung.
Für Kast war es bereits der dritte Präsidentschaftswahlkampf. Der Chef der Republikanischen Partei versprach seinen Wählern, die Kriminalität zu bekämpfen und alle Migranten ohne gültige Papiere abzuschieben.
Jara ist zwar Mitglied der Kommunistischen Partei, trat aber für ein breites Mitte-links-Bündnis an. Sie setzte im Wahlkampf ebenfalls auf Sicherheitsfragen und griff damit Themen auf, die üblicherweise die rechten Parteien besetzen.
R.Lee--AT