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Selenskyj zu Gesprächen über neue Ukraine-Verhandlungen in Ankara
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist zu Gesprächen über eine Wiederbelebung der Verhandlungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs in der Türkei eingetroffen. Für den Nachmittag sei ein Gespräch mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan geplant, teilte am Mittwoch die ukrainische Seite mit. Der ukrainische Präsidialamtschef Andrij Jermak erklärte zudem, im "ständigen Austausch" mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff zu stehen. Dessen Teilnahme an dem Gespräch in Ankara blieb zunächst aber unklar.
Moskau hatte seinerseits erklärt, keine Vertreter nach Ankara zu schicken. Russland sei aber weiter "offen" für Verhandlungen über ein Ende der Kämpfe in der Ukraine. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow lehnte es am Mittwoch aber ab, sich zu einem US-Medienbericht über Geheimgespräche zwischen Moskau und Washington über einen Ukraine-Friedensplan zu äußern. "Es gibt es nichts Neues, worüber wir Sie informieren können", antwortete er auf eine Journalistenfrage zu dem Bericht der Website Axios.
Von ukrainischer Seite hatte es am Dienstag bei der Ankündigung der Gespräche in der Türkei geheißen, dass Selenskyj in Ankara sowohl Erdogan als auch Witkoff treffen werde. Der US-Sondergesandte bestätigte seine Teilnahme jedoch zunächst nicht, Medienberichten zufolge sagte er seine geplante Reise in die türkische Hauptstadt ab.
Selenskyj hatte am Dienstag in Onlinenetzwerken mit Blick auf seine Reise erklärt, die Ukraine bemühe sich darum, "die Verhandlungen wiederzubeleben, und wir haben Lösungen entwickelt, die wir unseren Partnern vorschlagen werden". Ein weiteres Ziel sei es, den Austausch von Kriegsgefangenen mit Russland wieder aufzunehmen.
Die Türkei hat sich seit Beginn des Ukraine-Krieges als Vermittler zwischen Kiew und Moskau angeboten. Delegationen aus Russland und der Ukraine trafen sich seit Mai zu drei Verhandlungsrunden in Istanbul, bei denen der Austausch von Gefangenen und die Rückgabe getöteter Soldaten vereinbart wurde.
Fortschritte in Richtung einer Waffenruhe gab es bei den Treffen in der Türkei aber nicht. Moskau lehnte eine Feuerpause ab. Die russische Armee setzte vielmehr ihre Angriffe auf ukrainische Städte mit unverminderter Härte fort. Am Mittwoch wurden bei neuen Angriffen im Westen der Ukraine laut Behördenangaben mindestens 19 Menschen getötet. Bei dem Angriff auf die Stadt Ternopil seien mehrere Wohngebäude getroffen worden, erklärte Selenskyj.
W.Stewart--AT