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Neues Finanzierungsmodell für Praxen soll hausärztliche Versorgung verbessern
Mehr Hausbesuche, mehr Termine am Nachmittag und mehr Behandlungen: Mit einer geänderten Finanzierung von hausärztlichen Praxen soll sich die Versorgung für Patientinnen und Patienten in Deutschland verbessern. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der GKV-Spitzenverband einigten sich einer Mitteilung vom Montag zufolge auf ein neues Modell zur Finanzierung, das von Praxen bestimmte Leistungen einfordert. Ab Januar 2026 soll dieses Modell mit einer so genannten Vorhaltepauschale gelten und das alte Finanzierungsverfahren ersetzen.
Rund ein Drittel des Geldes bekommen Praxen bisher über eine so genannte Strukturpauschale - also dafür, dass sie überhaupt Patienten versorgen. Rund drei Milliarden Euro fließen dafür, ohne dass die Praxen Bedingungen erfüllen müssen.
Das soll sich zum Jahreswechsel ändern. Dann bekommen Hausarztpraxen nur noch Geld, wenn sie bestimmte Leistungen anbieten, die Kernbestand der hausärztlichen Versorgung sind. Dazu gehören etwa Heim- und Hausbesuche, Impfungen, Ultraschalluntersuchungen sowie Videosprechstunden und mehr Termine am Mittwoch- und Freitagnachmittag. Je mehr Kriterien die Praxen erfüllen, desto mehr Geld erhalten sie über die Vorhaltepauschale.
"Wir haben gemeinsam mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung einen ersten Schritt hin zu mehr Patientenorientierung gemacht: Mehr Sprechstunden am Freitagnachmittag, mehr Praxen, die Hausbesuche durchführen und eine bessere hausärztliche Versorgung von Pflegeheimbewohnenden sind nur drei der zehn Punkte, die wir erreichen wollen", erklärte Stefanie Stoff-Ahnis, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes. Noch sei aber unklar, wie viele Praxen ihre Versorgungsangebote nun anpassen.
T.Perez--AT