-
Plünderungen nach Erdbeben in Venezuela
-
Noosha Aubel und Dietmar Woidke: Wie Potsdam ein schwerstbehindertes Kleinkind im Stich lässt
-
Tesla in Grünheide will tausend weitere Arbeitsplätze schaffen
-
Maria siegt weiter - im Halbfinale gegen Ostapenko
-
Umweltorganisationen erringen Teilerfolg im Klimaprozess gegen TotalEnergies
-
Bericht: FIA hebt Amtszeitbegrenzung auf
-
Großbritannien verzeichnet neuen Hitzerekord - Viele Notfalleinsätze in London
-
Bundestag wählt Juristen Hennemann zum neuen Bundesdatenschutzbeauftragten
-
600 Ferkel ohne Wasser: Autobahnpolizei stoppt Tiertransport bei Hitze in Bayern
-
Ungarn: Scharfe Kritik an Magyars Plan zur Absetzung des Präsidenten
-
Bob-Ass Friedrich macht bis Olympia 2030 weiter
-
Fraktionsübergreifend Werben für Widerspruchslösung bei Organspende
-
Oberstes US-Gericht entscheidet zugunsten von Bayer im Glyphosat-Streit
-
Infrastrukturgesetz: Lob aus Wirtschaft - Kritik von Umweltschützern
-
Erdbeben erschüttern Venezuela - Dutzende Todesopfer und schwere Schäden
-
Rubio: USA wollen keine Einigung mit dem Iran "um jeden Preis"
-
"Wer bestellt, bezahlt": Länder hoffen bei Treffen mit Merz auf Durchbruch
-
Geldwäsche für nigerianische Mafia: Zwölf Angeklagte in München verurteilt
-
Österreichische Schützen unterwegs: 34 Langwaffen in Reisebus in Bayern entdeckt
-
Konferenz in Danzig: Werben um private Investoren für den Wiederaufbau der Ukraine
-
Neues Gutachten bringt Debatte über AfD-Verbot wieder in Schwung
-
Ryanair streicht Gebühr für Familiensitzplatz - allerdings "widerwillig"
-
Trump stößt republikanische Parteikollegen mit Wutausbruch vor den Kopf
-
Berufssoldat stirbt bei Unfall auf Truppenübungsplatz in Rheinland-Pfalz
-
Gericht: Familienurlaub mit Mutter auch ohne Einwilligung von Kindsvater möglich
-
DB-Chefin Palla schraubt Ziele nach unten - 80 Prozent Pünktlichkeit erst 2035
-
Polizisten retten in Thüringen Schwanenfamilie von Straße
-
Onley verpasst Tour de France wegen Schulterverletzung
-
Mit Prozessionen und Selbstgeißelungen: Iraner begehen Aschura-Fest
-
Rubio warnt vor Gebühren für Straße von Hormus als Präzedenfall weltweit
-
Leistungssprung bei Mikrochips: IBM stellt neue Technologie vor
-
Grünen-Fraktionschefinnen fordern neuen Anlauf für AfD-Verbotsverfahren
-
Frankreich bringt zum fünften Mal Öltanker der russischen Schattenflotte auf
-
Hitzewelle in Frankreich bringt weitere Rekorde
-
Rekordverdächtig heiße Nacht in Deutschland: 26,2 Grad in Rheinland-Pfalz
-
Merz auf Wiederaufbaukonferenz: Wir stehen "Seite an Seite" mit der Ukraine
-
Gutachten: AfD-Verbotsverfahren hätte wahrscheinlich Erfolg
-
Hitzewelle in Frankreich: Drei Atomreaktoren abgeschaltet
-
In Plastiktüte vergraben: Kinder finden 60 goldene Ringe in Waldstück in Bayern
-
Tusk ruft Polen und Ukrainer zu "gegenseitigem Respekt" angesichts der Geschichte auf
-
17 Verletzte: Auto erfasst Mexiko-Fans
-
Mutmaßlicher Computerbetrüger soll Millionenschaden verursacht haben - Festnahme
-
Brüssel erwägt strengere Regeln für Cloud-Dienste von Amazon und Microsoft
-
Betrüger erbeuten Schmuck für 150.000 Euro von 82-Jährigem in Nordrhein-Westfalen
-
Erdbeben in Venezuela: Bundeswehr steht für Hilfsleistungen bereit
-
Schwere Erdbeben erschüttern Venezuela - Große Schäden und mindestens 32 Todesopfer
-
Olympiaprämie: Athleten Deutschland sieht "noch Luft nach oben"
-
Grüne forden Fünf-Milliarden-Euro-Programm für besseren Hitzeschutz
-
Nordrhein-Westfalen: Mann erschießt in Essen Ehefrau und sich selbst
-
Kehrtwende im US-Senat: Trumps Befugnisse im Iran-Krieg werden nicht weiter eingeschränkt
Faeser sieht in Rechtsextremismus weiter größte Bedrohung der Demokratie
Der Rechtsextremismus bleibt für Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) "die größte extremistische Bedrohung für unsere Demokratie". Zwar seien rechtsextreme Straf- und Gewalttaten im vergangenen Jahr zurückgegangen, das Gewaltpotenzial bleibe aber hoch, sagte Faeser bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes 2021 am Dienstag. Sie warnte dabei auch vor zunehmenden Versuchen der Einflussnahme Russlands und Cyberangriffen. Hier habe die Bedrohungslage mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine "eine neue Dimension" erreicht.
Über alle Extremismusbereiche hinweg zählte der Verfassungsschutz im vergangenen Jahr 33.476 politisch motivierte Straftaten. Dies waren gut 550 mehr als 2020. Davon waren 2994 Gewalttaten, 287 mehr als im Vorjahr.
Die Zahl der rechtsextremen Straf- und Gewalttaten sank 2021 dabei um 9,6 Prozent auf rund 20.200. Es ist der erste Rückgang seit dem Jahr 2018. Das Potenzial gewaltorientierter Rechtsextremer habe sich mit 13.500 "jedoch auch 2021 auf unverändert hohem Niveau" befunden, sagte Faeser. Ihre Zahl stieg laut Verfassungsschutzbericht um 200.
Nach der Corona-Pandemie versuchten Rechtsextreme nun auch den Ukraine-Krieg für ihre Zwecke zu instrumentalisieren, sagte Faeser. Im Bericht wird auch auf Versuche verwiesen, die Flutkatastrophe vom vergangenen Jahr "durch Hilfsangebote an die Betroffenen für sich zu nutzen." Dies habe allerdings "nur geringe Resonanz in der Bevölkerung" hervorgerufen.
Bei "Reichsbürgern" und "Selbstverwaltern", von denen die staatliche Ordnung abgelehnt wird, stiegen die Zahlen laut Verfassungsschutzbericht um 1000 auf 21.000 Menschen. Zehn Prozent aus dieser Gruppe gälten als gewaltorientiert, sagte der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang. Ihm zufolge wurden bis Ende 2021 mindestens 1050 Reichsbürgern und Selbstverwaltern die Waffenscheine entzogen. Es bestehe aber weiter ein hohes Gefährdungspotenzial durch Waffenbesitz.
Die Deutsche Polizeigewerkschaft nannte es "erschreckend (...), dass verstärkt junge Menschen für solche Radikalisierungen empfänglich sind und sich über Chatgruppen schnell vernetzen, um verfassungsfeindliche Gedanken auszutauschen". Auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) verwies darauf, dass soziale Medien "oft als Multiplikatoren zur Verbreitung von demokratiefeindlicher Hetze" dienten. Die Sicherheitsbehörden benötigten deshalb dringend einen Ausbau von Kapazitäten zu Beobachtung.
Auch im gewaltorientierten Linksextremismus gebe es weiter "ein hohes Radikalisierungsniveau", sagte Faeser. Nötig sei "ein sehr konsequentes und frühzeitiges Einschreiten." Laut Bericht ging die Zahl linksextremistisch motivierter Straftaten mit rund 6100 Delikten zwar um 7,4 Prozent zurück. 2021 sei die Zahl gewaltbereiter Linksextremisten aber erneut angestiegen und liege nun bei 10.300.
Neben der unverminderten Gefährdung durch den islamistischen Terrorismus seien auch die "zunehmend komplexen geheimdienstlichen Aktivitäten anderer Staaten" eine "ernsthafte Bedrohung", betonte Faeser zum Verfassungsschutzbericht. Haldenwang zufolge stehen die heutigen Spionageaktivitäten den Zeiten des Ost-West-Konflikts in nichts mehr nach.
Im Bereich von Desinformation sei es bei Russland zuletzt auch insbesondere um Propaganda zu den Kriegsgründen gegangen, sagte Haldenwang. Vergangenes Jahr waren aber laut Bericht anders als befürchtet "konkrete Beeinträchtigungen der Bundestagswahl sowie der fünf Landtagswahlen (...) nicht festzustellen".
Bei Cyberangriffen nehme seine Behörde "ein starkes Interesse" russischer Akteure an sogenannter kritischer Infrastruktur wie der Energieversorgung in Deutschland wahr, sagte Haldenwang. Zwar sei es noch nicht zu massiven Angriffen gekommen, "aber wir sehen schon Ausforschungsaktivitäten", die zur Vorbereitung von Angriffen dienen könnten.
D.Lopez--AT