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Tiefgaragen, Keller und U-Bahnhöfe: Deutsche Behörden arbeiten an Bunker-Plan
Angesichts der sich verschärfenden internationalen Bedrohungslage wollen das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und die Innenministerien wieder mehr Bunkerräume in Deutschland einrichten. Derzeit werde "beabsichtigt, Eckpunkte für ein Schutzraumkonzept auszuarbeiten", sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Montag in Berlin. Erwartet würden "umfangreiche Abstimmungen", sagte er. Daher werde der Prozess "noch etwas Zeit in Anspruch nehmen". Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung über das Vorhaben berichtet.
Laut dem Ministeriumssprecher soll systematisch erfasst werden, welche Einrichtungen für Flucht- und Schutzräume in Frage kommen. Er nannte etwa Tiefgaragen, U-Bahnhöfe und Kellerräume. Sowohl öffentliche Gebäude als auch private Räume sollen demnach ertüchtigt werden. "Es geht darum, dass diese Räumlichkeiten für Menschen schnell erreichbar sein müssen." Bürgerinnen und Bürger sollen den Angaben zufolge übers Handy den schnellsten Weg zu einem Schutzraum ausfindig machen können.
Wie das BBK auf Anfrage mitteilte, wurden Eckpunkte des Konzepts Ende Juni auf einer Innenministerkonferenz vereinbart. Dazu berate nun eine gemeinsame Arbeitsgruppe. Grundlage sei das von der Bundesregierung 2023 entwickelte "Gesamtszenario zur Umsetzung der Konzeption Zivile Verteidigung". Speziell gehe es nun um die "flächendeckende" Schaffung von Schutzräumen, erklärte das BBK. Kurzfristig sollten insbesondere Keller dazu ertüchtigt werden.
Derzeit stehen dem Ministeriumssprecher zufolge von ursprünglich 2000 nur noch 579 Bunkerräume in Deutschland zur Verfügung. Darin könnten nach jetzigem Stand rund 480.000 Menschen Zuflucht finden.
Y.Baker--AT