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Emirate nehmen nach Mord an Rabbiner drei Usbeken fest
Nach der Ermordung eines Rabbiners haben die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate drei Verdächtige festgenommen. Es handele sich um drei "usbekische Staatsbürger" im Alter von 28 bis 33 Jahren, meldete die amtliche Nachrichtenagentur WAM am Montag unter Berufung auf das Innenministerium. Die genauen Tatumstände und das Motiv würden noch ermittelt. Der in den Emiraten lebende Rabbiner Zvi Kogan war am Wochenende tot aufgefunden worden. Israel stufte seine Ermordung als "antisemitischen Terrorakt" ein.
Die Verdächtigen seien "in Rekordzeit" gefasst worden, hieß es bei WAM. Der 28-jährige Rabbiner war am Donnerstag als vermisst gemeldet worden. Kogan lebte als Vertreter der ultra-orthodoxen chassidischen Chabad-Bewegung in den Emiraten und hatte die moldauische und die israelische Staatsangehörigkeit.
Die US-Regierung forderte, die Verantwortlichen für das "furchtbare Verbrechen" müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Weder die emiratischen noch die israelischen Behörden äußerten sich dazu, wie Kogan ermordet wurde.
Die Vereinigten Arabischen Emirate hatten 2020 in einem historischen Schritt im Zuge der sogenannten Abraham-Abkommen gemeinsam mit anderen arabischen Staaten die Beziehungen zu Israel normalisiert. Nach israelischen Angaben leben in den Emiraten etwa 2000 Israelis, die Zahl der dort lebenden Juden wird auf etwa 4000 geschätzt. Israel erneuerte nach dem Mord an Kogan seine Reisewarnung für die Vereinigten Arabischen Emirate und rief israelische Bewohner des Golfstaates zu erhöhter Vorsicht auf.
Th.Gonzalez--AT