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Schifffahrt: Verdi fordert Stärkung der Handelsflotte unter deutscher Flagge
Die Gewerkschaft Verdi hat Reedereien aus Deutschland kritisiert, weil diese ihre Schiffe häufig nicht mehr unter der deutschen Flagge fahren lassen. Dadurch würden faire Löhne und guter Arbeitsschutz häufig unterlaufen, denn an Bord gälten die Gesetze des jeweiligen Flaggenlandes, erklärte Verdi am Montag. Die neue Bundesregierung müsse sich daher für mehr Handelsschiffe unter deutscher Flagge einsetzen.
"Ausflaggungen sind Tarifflucht auf See", kritisierte Maren Ulbrich, bei Verdi zuständig für die maritime Wirtschaft. Demnach fahren derzeit von 1655 Handelsschiffen lediglich 258 unter deutscher Flagge. Das führe zu einem "anhaltenden Verlust an maritimem Know-How in Deutschland", schwäche mittelfristig den Standort und "den deutschen Außenhandel in einem zunehmend volatilen Weltmarkt".
Bestimmte Vorteile für Reedereien sollen nach Ansicht Verdis zukünftig an das Führen der deutschen Flagge und die Ausbildung einheimischer Seeleute gebunden werden. Zudem müsse der bereits erfolgte Beschluss des Bundestags, Schleppern auf Bundeswasserstraßen das Führen der deutschen Flagge vorzuschreiben, "endlich umgesetzt werden", erklärte die Gewerkschaft.
A.Moore--AT