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Faeser äußert sich besorgt nach Geiselnahme durch Halle-Attentäter
Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat sich nach der Geiselnahme durch den Halle-Attentäter in einer Haftanstalt in Sachsen-Anhalt "besorgt" gezeigt: Sie rief die Verantwortlichen am Dienstag im Fernsehsender "Welt" dazu auf, die Sicherheitsmaßnahmen in Justizvollzugsanstalten zu überprüfen. Der Vorfall im Gefängnis von Burg gebe Anlass, bei den Sicherheitsvorkehrungen "nochmal sehr genau hinzugucken".
Dies gelte insbesondere bei Tätern wie Stephan B., "wo wir wissen, dass er schon mal versucht hat, während des Prozesses zu fliehen, dass es dort auch besondere Aufmerksamkeit gibt".
Der Halle-Attentäter Stephan B. hatte in der Haftanstalt Burg in Sachsen-Anhalt am Montagabend zeitweise zwei Justizbeamte in seine Gewalt gebracht. Nach Ministeriumsangaben aus Sachsen-Anhalt bestand "zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Allgemeinheit".
B. hatte am 9. Oktober 2019 versucht, die Synagoge in Halle zu stürmen und am höchsten jüdischen Feiertag, Jom Kippur, die versammelten Gemeindemitglieder zu erschießen. Nachdem der Anschlag unter anderem an der gesicherten Synagogentür scheiterte, erschoss er in der Stadt zwei Menschen. Vor zwei Jahren wurde B. zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Das Gericht stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest.
E.Flores--AT