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Apothekerin wegen Abrechnungsbetrug zu drei Jahren Haft verurteilt
Weil sie Rezepte im Wert von über einer halben Million Euro fälschte, hat das Augsburger Landgericht eine 53-jährige Apothekerin zu drei Jahren Haft verurteilt. Die Richter sprachen die Frau am Montag in 19 Fällen des Betrugs und der Urkundenfälschung schuldig, wie ein Sprecher sagte. Die Frau habe die Vorwürfe "vollumfänglich" gestanden.
Sie hatte sich demnach mit gefälschten Rezepten aus der Zahnarztpraxis ihres Mannes besonders teure Medikamente selbst verschrieben. Die Rezepte rechnete sie dann über ihre Apotheke bei ihrer Krankenkasse ab und erlangte so über 500.000 Euro für Medikamente, die sie nie bezahlt hatte.
Einen Großteil des Betrags zahlte die Frau dem Sprecher zufolge in der Zwischenzeit wieder zurück. Zur Zahlung von noch offenen rund 330.000 Euro verpflichtete sie die Wirtschaftsstrafkammer mit ihrem Urteil ebenfalls. Diese blieb unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, welche viereinhalb Jahre Haft gefordert hatte. Die Verteidigung plädierte hingegen auf eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten.
M.King--AT