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Oldenburg: Sechs Jahre Haft in weiterem Prozess um Bilanzskandal bei Steinhoff
In einem weiteren Strafprozess im Zusammenhang mit einem Bilanzskandal bei dem Einzelhandelskonzern Steinhoff hat das Landgericht Oldenburg einen früheren Manager zu sechs Jahren Haft wegen Steuerhinterziehung verurteilt. Wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch mitteilte, muss der Mann der Entscheidung zufolge außerdem 108.000 Euro Strafe zahlen.
In das Urteil gegen den 53-Jährigen flossen im Rahmen einer sogenannten Gesamtstrafenbildung dabei Verurteilungen aus zwei früheren Prozessen ein. Zwei Jahre der Haftstrafe gelten nach Angaben des Sprechers außerdem als bereits vollstreckt - unter anderem wegen einer überlangen Verfahrensdauer.
Die Steinhoff-Holding ist weltweit an Einzelhandelsketten beteiligt. Früher gehörten zu ihr unter anderem auch Möbelhäuser in Deutschland. 2017 wurden Unregelmäßigkeiten in der Bilanz entdeckt, was den Konzern in eine Krise stürzte und strafrechtliche Ermittlungen auslöste. Es ging dabei um schwer durchschaubare Scheingeschäfte und überhöhte Bewertungen von Beteiligungen in der Gruppe. Dies hatte Auswirkungen auf die Bilanz und die Steuerlast.
Der 53-Jährige frühere Manager einer deutschen Steinhoff-Tochter wurde laut Gericht wegen Steuerhinterziehung in 16 Fällen verurteilt, die Entscheidung fiel bereits im Dezember. Bereits 2023 und 2024 hatte es vor dem Landgericht in Oldenburg ähnliche Verfahren gegen ehemalige Firmenverantwortliche gegeben.
L.Adams--AT