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Studie: Frauenanteil bei Neubestellung in Vorstände börsennotierter Unternehmen sinkt
Der Frauenanteil in den Vorständen börsennotierter Unternehmen in Deutschland steigt laut einer Studie weiter an, aber weniger schnell. Wie die Managementberatung Horváth in Stuttgart am Dienstag mitteilte, waren unter den im vergangenen Jahr rund hundert neu bestellten Vorstandsmitgliedern der Unternehmen in Dax, M-Dax und S-Dax 29 Frauen. Der Anteil der Frauen an den neu berufenen Vorstandsmitgliedern sank so vom Rekordwert von 36 Prozent im Jahr 2023 auf 29 Prozent. 2022 hatte der Wert demnach bei 26 gelegen und im Jahr davor bei 28 Prozent.
Anteilig verließen der Auswertung zufolge 2024 mehr Männer als Frauen ihre Vorstandsposten, insgesamt stieg der Frauenanteil in den Chefetagen laut Horváth so auf 19 Prozent. Das waren ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahr und acht Prozentpunkte mehr als noch 2020. Deutliche Unterschiede gibt es weiterhin in den verschiedenen Indizes: Während der Anteil von Frauen im Leitindex Dax bei 26 Prozent liegt, sind es im M-Dax (19 Prozent) und im S-Dax (14 Prozent) weniger.
Trotz des gefallenen Anteils bei den Neubestellungen prognostizieren die Horváth-Experten, dass bis 2030 ein Drittel aller Vorstände der börsennotierten Firmen weiblich sein wird. "Viele Aufsichtsräte haben erkannt, dass eine höhere Diversität in ihren Führungsspitzen nicht nur ein Gebot der Stunde, sondern ein Mehrwert für die Entwicklung der Unternehmen ist", erklärte Studienleiter Oliver Greiner.
Drei Frauen übernahmen im vergangenen Jahr den Vorstandsvorsitz eines börsennotierten Unternehmens, unter ihnen die neue Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp und Karin Radström, die zur Chefin bei Daimler Truck aufstieg. Damit stehen laut Horváth nun insgesamt sechs Frauen an der Spitze eines Unternehmens im Dax, M-Dax oder S-Dax.
H.Gonzales--AT