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Deutschland nimmt kranke Kinder aus zerstörter Kiewer Kinderklinik auf
Nach dem Raketenangriff auf das Kinderkrankenhaus in Kiew hat Deutschland acht schwerkranke Kinder evakuiert. Diese würden nun in deutschen Kliniken behandelt, teilten das Gesundheits- und das Innenministerium am Donnerstag mit. Die Kinder sind demnach im Alter zwischen wenigen Monaten und 15 Jahren, bei der Mehrzahl handelt es sich um Patientinnen und Patienten der Onkologie, die in der zerstörten Klinik behandelt wurden. Sie werden von insgesamt zehn Angehörigen begleitet.
Der Raketenangriff auf die Kinderklinik habe "erneut die unfassbare Unmenschlichkeit gezeigt, mit der Putin seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt", erklärte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) bezogen auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin. "Deshalb setzen wir unsere humanitäre Unterstützung für die Ukraine mit aller Kraft fort."
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) betonte: "Die betroffenen schwerkranken Kinder dürfen nicht auch noch Opfer dieses verbrecherischen Angriffskrieges werden." Die Hilfe solle der Ukraine Hoffnung geben: "Wir lassen die Ukraine nicht im Stich."
Russland hatte die Ukraine vergangene Woche mit massiven Angriffen überzogen und dabei auch das Kinderkrankenhaus in Kiew getroffen. Unmittelbar nach dem Beschuss der Klinik erklärte der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU, dass vor Ort "relevante Beweise, insbesondere Fragmente vom hinteren Teil einer Ch-101-Rakete" inklusive einer Seriennummer gefunden worden seien.
Moskau bestritt eine Verantwortung und erklärte, das Krankenhaus sei von Trümmern ukrainischer Luftabwehrraketen getroffen worden. Deutschland hat einem Medienbericht zufolge bereits zehn Millionen Euro für den Wiederaufbau des Krankenhauses bereitgestellt.
Seit Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar 2022 werden Schwerverletzte und Schwerkranke aus der Ukraine evakuiert und in Deutschland und anderen EU-Staaten behandelt. Nach Deutschland wurden den Angaben zufolge seitdem fast 1150 Menschen gebracht und in Krankenhäusern behandelt.
W.Stewart--AT