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Bundesbank: Bargeld weiter das am meisten genutzte Zahlungsmittel in Deutschland
Die Menschen in Deutschland haben auch im vergangenen Jahr beim Einkauf am häufigsten mit Münzen oder Scheinen bezahlt. Allerdings nahm der Anteil an allen Transaktionen wie bereits in den Vorjahren ab und lag zuletzt bei 51 Prozent, wie aus einer am Montag veröffentlichten Untersuchung der Bundesbank hervorgeht. Zahlungen mit Debitkarte oder mit dem Handy werden demnach immer beliebter.
Laut der Umfrage nutzten die Menschen in Deutschland 2023 bei 27 Prozent der Bezahlvorgänge ihre Debitkarte, die damit das zweithäufigste Zahlungsmittel war. Verglichen mit der vorangegangenen Studie für das Jahr 2021 wuchs der Anteil um fünf Prozentpunkte, während der Anteil der Bargeldzahlungen um sieben Prozentpunkte zurückging. 2017 lag der Anteil von Scheinen und Münzen noch bei 74 Prozent.
"Dieser Rückgang ist zwar nicht mehr so ausgeprägt wie während der Corona-Pandemie. Dennoch sinkt der Barzahlungsanteil schneller als in den Jahren davor", erklärte Burkhard Balz, Vorstandsmitglied der deutschen Notenbank. Stark gewachsen ist indes das mobile Bezahlen, der Anteil verdreifachte sich in den vergangenen zwei Jahren auf sechs Prozent.
Auch die persönlichen Vorlieben der Menschen verschoben sich in den vergangenen Jahren weiter. Demnach würden 44 Prozent der Befragten bei freier Auswahl am liebsten nicht in bar bezahlen, das waren drei Prozentpunkte mehr als zwei Jahre zuvor. 28 Prozent der Befragten nannten indes das Bargeld als bevorzugte Zahlungsmethode – ähnlich viele wie im Jahr 2021. Weiteren 28 Prozent war es egal, wie sie bezahlen.
Im Vergleich zu 2021 sahen mehr Befragte den Schutz der Privatsphäre als Vorteil von Bargeld. Karten und andere bargeldlose Zahlungsmittel punkteten hingegen mit Einfachheit und Schnelligkeit.
Deutlich zugenommen habe die Zahl der Händlerinnen und Händler, die Kartenzahlungen akzeptieren, hieß es weiter. Bei 80 Prozent aller Zahlungen vor Ort wäre eine Bezahlung per Karte oder mit dem Smartphone möglich gewesen, 20 Prozentpunkte mehr als 2021. Die Akzeptanz von Bargeld indes ist leicht gesunken, von 97 Prozent auf nunmehr 94 Prozent.
Zwei Drittel der Befragten möchte den Angaben zufolge auch in 15 Jahren noch genauso wie jetzt Bargeld nutzen, fast die Hälfte erwartet jedoch, dass Bargeld dann nahezu aus dem Alltag verschwunden sein wird. Sieben Prozent erwarteten sogar die komplette Abschaffung.
Im vergangenen Jahr empfanden die Befragten den Zugang zu Bargeld als zunehmend schwieriger. Der Anteil der Befragten, die es als "ziemlich schwierig" oder "sehr schwierig" erachteten, zu einem Geldautomaten oder Bankschalter zu gelangen, stieg gegenüber 2021 von sechs Prozent auf 15 Prozent - und das sowohl in der Stadt als auch auf dem Land.
Für die aktuelle Umfrage wurden von September bis November im vergangenen Jahr rund 5700 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger per Telefon befragt. Sie führten zudem drei Tage lang ein Tagebuch über ihr Zahlungsverhalten.
M.Robinson--AT