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Chef des UN-Klimasekretariats fordert Aus für fossile Energieträger
Der Chef des UN-Klimasekretariats UNFCCC, Simon Stiell, hat zu einer vollständigen Abkehr von fossilen Energieträgern aufgerufen. "Wenn wir uns nicht zum endgültigen Abschied von der uns vertrauten Ära der fossilen Brennstoffe bekennen, rufen wir zu unserem eigenen finalen Niedergang auf", sagte Stiell in der Eröffnungssitzung der UN-Klimakonferenz in Dubai, "und wir spielen mit dem Leben von Menschen".
Stiell sprach von einer großen Verantwortung, die auf den Delegierten der Klimakonferenz laste. Er verwies auf "schreckliche Rekorde" bei der Hitze, die durch die Erderwärmung vielerorts bereits verursacht würden. Alle Staaten müssten daher ihre Klimaziele nachbessern. Alle Beteiligten seien dies vor allem der jungen Generation schuldig: "Die jungen Menschen erwarten von uns, dass wir unsere Verantwortung wahrnehmen."
Der notwendige Kurswechsel müsse aber "gerecht gestaltet werden", sagte Stiell auch, "sowohl innerhalb als auch zwischen den einzelnen Ländern". Ohne einen gerechten Umbauprozess, "wird es keinen Umbau geben". Er mahnte daher zu Beiträgen zur internationalen Klimafinanzierung und zu dem neuen Fonds zum Ausgleich klimabedingter Schäden in Entwicklungsländern (Loss and Damage).
Auf die wissenschaftlichen Erkenntnisse, wonach die Welt bis Ende des Jahrhunderts auf eine Erwärmung um bis zu drei Grad hinsteuere, wies in Dubai der Vorsitzende des Weltklimarats IPCC, Jim Skea hin. Möglichkeiten zur Senkung der Emissionen gebe es viele, machte er deutlich, die Wissenschaft könne dabei helfen. "Wissenschaft allein kann notwendiges Handeln aber nicht ersetzen", betonte auch Skea die Verantwortung der politischen Entscheidungsträger.
W.Stewart--AT