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BVB müht sich gegen dezimierte Heidenheimer zum Sieg
Borussia Dortmund hat eine erfolgreiche, aber glanzlose Generalprobe für den Auftakt in der Königsklasse abgeliefert. Drei Tage vor dem Champions-League-Duell bei Juventus Turin feierte der BVB am dritten Spieltag der Fußball-Bundesliga beim 1. FC Heidenheim einen durchaus mühevollen 2:0 (2:0)-Sieg und bleibt damit in dieser noch jungen Saison ungeschlagen. Das Team von Trainer Frank Schmidt agierte lange in Unterzahl und wartet im Tabellenkeller weiter auf seine ersten Punkte.
Schon in der 22. Minute hatte Budu Siwsiwadse nach einem Foul gegen Felix Nmecha die Rote Karte gesehen (22.), trotz Überzahl taten sich die in der ersten Halbzeit recht unkreativen Dortmunder aber schwer. Lebensversicherung Serhou Guirassy per Kopf (33.) und Maximilian Beier (45.+6) waren dennoch erfolgreich. Am Dienstag brauchten die Dortmunder im Norden Italiens wohl eine deutliche Leistungssteigerung für einen neuerlichen Triumph.
Trainer Niko Kovac hatte "vor allen Dingen" vor der physischen Stärke der Heidenheimer gewarnt. Seine Mannschaft wolle dagegenhalten und am besten gleich ein frühes Tor schießen, sagte der Kroate. Zur Not müsse "man sich den Gegner zurechtlegen", führte Kovac aus. In der Vergangenheit hatten die Schwarz-Gelben mit vermeintlich schwächeren Gegnern oft Probleme.
Auf dem Heidenheimer Schlossberg versuchten sie die Worte ihres Trainers aber gleich zu beherzigen. Karim Adeyemi scheiterte in der ersten Minute aus kurzer Distanz und spitzem Winkel an BVB-Leihgabe Diant Ramaj. Wenig später mussten die Heidenheimer einen frühen Schock verkraften. Neuzugang Leart Pacarada verletzte sich bei seinem FCH-Debüt ohne Fremdeinwirkung und musste verletzt raus (7.).
Anschließend bestimmte der BVB das Spiel, viele Freiräume wussten Adeyemi und Co. aber nicht zu nutzen. Oft agierte die schwarz-gelbe Offensive zu kompliziert, dann folgte der nächste Rückschlag für Heidenheim: Siwsiwadse traf Nmecha mit offener Sohle am linken Schienbein und wurde vom Platz gestellt. Beim daraus resultierenden Freistoß trat Dortmunds Torjäger Guirassy erstmals so richtig in Erscheinung, seinen gefährlichen Kopfball entschärfte Ramaj artistisch (24.).
Knapp zehn Minuten später traf der Guineer nach einer Flanke von Julian Ryerson per Kopf. Dennoch quälte sich Dortmund bis kurz vor der Pause gegen tief stehende Heidenheimer weiter. Nach einem Steilpass von Ryerson musste Adeyemi aber nur noch querlegen, Beier sorgte für Erleichterung.
Nach der Pause wollte Dortmund mehr, doch die Ideen fehlten. Heidenheim gab sich vor den 15.000 Zuschauern nicht auf. Ein Distanzschuss von Bayern-Leihgabe Arijon Ibrahimovic brachte den FCH beinahe wieder ran. Gregor Kobel streckte sich jedoch und war zur Stelle (52.). Trotz viel Ballbesitz wusste der BVB nur wenig damit anzufangen, die Abwehrkette der Schwaben stand tief und kompakt.
F.Wilson--AT