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Zahl der Toten nach Gletscherbruch in Dolomiten auf sieben gestiegen
Einen Tag nach dem Gletscherbruch in Norditalien ist die Zahl der Toten auf sieben gestiegen. Wie die italienischen Behörden mitteilten, wurden am Montagnachmittag zudem noch 14 Menschen vermisst. Acht Menschen waren bei dem Unglück in den Dolomiten am Sonntag verletzt worden, darunter ein 67-jähriger Mann und eine 58-jährige Frau aus Deutschland.
Nach Rekordtemperaturen in dem Gebiet war am Sonntagnachmittag ein Teil des Marmolata-Gletschers abgebrochen, so dass eine Lawine aus Schnee, Eis und Gestein niederging. Am Montag war immer noch unklar, wie viele Bergsteiger insgesamt verschüttet wurden, wie die Sprecherin der italienischen Bergrettung, Michela Canova, sagte.
Nach Angaben des Zivilschutzes standen auf einem Parkplatz an der Aufstiegsroute zum Gipfel noch vier Autos, die bisher nicht zugeordnet werden konnten, darunter auch ein Auto aus Deutschland.
Die Rettungskräfte haben nach eigenen Angaben kaum noch Hoffnung, noch Überlebende unter den Eis-, Schnee- und Geröllmassen zu finden. Weil die Gefahr bestand, dass sich weitere Eisbrocken lösen, konnten die Such- und Bergungsteams nicht direkt am Unglücksort nach Toten und Überlebenden suchen. Auch für Hubschrauber war zwischenzeitlich das Wetter zu schlecht. Bei der Suche kamen daher Drohnen mit Wärmebildkameras zum Einsatz.
Der Marmolata-Gletscher ist der größte Gletscher in den Dolomiten und befindet sich auf der Nordseite der Marmolata-Gruppe, die in den Provinzen Trient und Belluno liegt. Am Tag vor dem Unglück war auf dem Gipfel des Gletschers eine Rekordtemperatur von zehn Grad gemessen worden.
P.Hernandez--AT