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DOSB-Vorstand Burmester zu Olympia: "Müssen überzeugen"
Die Spitze des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hat ungebrochene Sympathien für eine weitere Olympia-Bewerbung - allerdings soll nichts überstürzt werden. "Wenn wir uns bewerben wollen, müssen wir das gut durchdenken. Nicht Orte und Zahlen nennen, sondern eine Idee, ein Konzept und gesellschaftliche Akzeptanz entwickeln", sagte der DOSB-Vorstandsvorsitzende Torsten Burmester am Freitag beim Jubiläumsempfang "Legacy for future" nahe des Münchner Olympiaparks.
Man müsse die Menschen in Deutschland "überzeugen", führte der Funktionär aus: "Es macht keinen Sinn, nur kritisch die Vergangenheit zu betrachten, man muss auch nachhaltige Konzepte für die Zukunft entwickeln und die Gesellschaft mitnehmen."
Dirk Schimmelpfennig, DOSB Vorstand Leistungssport, ergänzte, es sei "wichtig, dass wir als Funktionäre mehr Vertrauen schaffen". Wesentlich werde sein, "wie die gesellschaftliche Bedeutung des Sports sich entwickelt". Durch die Vergabe der kommenden Spiele nach Paris, Mailand/Cortina d'Ampezzo, Los Angeles oder Brisbane werde "die Glaubwürdigkeit für Olympische Spiele insgesamt größer, international und auch bei uns in Deutschland", glaubt er.
Der jüngst geäußerten Kritik von Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß pflichtete Schimmelpfennig insgesamt bei. "Wenn ich kritisiere, muss ich vielleicht auch an der Lösung arbeiten", sagte der 60-Jährige.
"Einerseits will man nicht, dass Spiele in Ländern wie China stattfinden, andererseits beschweren wir uns, wenn ein paar Bäume gefällt werden müssen", hatte Hoeneß am Mittwoch beim Kongress #neuland in Aachen spitz formuliert. Letztmals fanden Olympische Spiele in Deutschland 1972 in München statt, danach scheiterten sieben Versuche. Zuletzt fehlte es massiv am Rückhalt in der Bevölkerung.
Für die DOSB-Spitze sind die Münchner Spiele nicht zuletzt aus heutiger Sicht ein großer Erfolg. "Nach 50 Jahren leben die Olympischen Spiele hier noch, die Nachhaltigkeit ist sehr deutlich", sagte Schimmelpfennig. Burmester meinte: "Wir haben das Erbe bewahrt. 80 Prozent der Stätten werden noch genutzt."
E.Hall--AT