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Kohlmann über DTB-Aufgebot in Wimbledon: "Nicht der Anspruch"
Nur drei deutsche Männer im Hauptfeld von Wimbledon? Tennis-Bundestrainer Michael Kohlmann sieht das erschreckend kleine Aufgebot nicht als Anlass zur Sorge. "Dass es nicht zufriedenstellend ist, darüber müssen wir nicht diskutieren", sagte Kohlmann im SID-Gespräch, aber: Beim Nachwuchs seien die "Vorzeichen sehr positiv zu werten. Wir hoffen, dass wir in den nächsten Jahren wieder auf andere Zahlen kommen."
Beim am Montag beginnenden Rassen-Klassiker im Südwesten Londons stehen in Topstar Alexander Zverev, Jan-Lennard Struff und Daniel Altmaier nur drei deutsche Profis im 128er-Feld, so gering war die Anzahl in Wimbledon zuletzt 1983. Yannick Hanfmann und Maximilian Marterer scheiterten in der Qualifikation. "Das ist nicht der Anspruch, den wir in Deutschland haben", betonte Kohlmann. Tennis sei eine "Weltsportart", Spieler aus viel mehr Ländern seien mittlerweile bei den großen Turnieren vertreten.
Vor allem der Nachwuchs macht Kohlmann aber Hoffnung. In der Junioren-Konkurrenz der French Open standen sich in Turniersieger Niels McDonald (17) und Max Schönhaus (17) zwei DTB-Talente im Finale gegenüber, dazu sorgten Justin Engel (17) und Diego Dedura (17) in dieser Saison bereits auf ATP-Level für Schlagzeilen. "Es ist eine unglaublich positive Phase", sagte Kohlmann: "Das sind die positiven Lichtblicke, die wir haben. Da sind wir unglaublich motiviert und gewillt, da alles dafür zu tun, dass die den Anschluss finden und eventuell noch weiter nach oben kommen."
E.Flores--AT