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Rettig: Politik als "Wermutstropfen" bei WM 2026
Andreas Rettig blickt angesichts der politischen Lage mit gemischten Gefühlen auf die Fußball-WM 2026 mit Haupt-Gastgeber USA. "Wir stellen in diesen unruhigen Zeiten tatsächlich fest, dass sich das Wertegerüst und auch gesellschaftliche Betrachtungsweisen verändern. Wer hätte gedacht, dass wir die USA einmal so beäugen wie wir das heute tun", sagte der DFB-Geschäftsführer Sport im Interview mit RTL/ntv.
"Man weiß gar nicht mehr, wer Freund und wer Feind ist", meinte Rettig und ergänzte mit Blick auf die Wiederwahl von Donald Trump zum US-Präsidenten, "bis vor Kurzem" habe man sich noch sehr auf das Turnier gefreut, "jetzt ist vielleicht ein Wermutstropfen da reingekommen".
Im Umgang mit deutschen Rechtspopulisten wünscht sich Rettig ein Umdenken. "Man darf in der Politik nicht (...) vor der blauen Farbe stehen und erstarren", sagte er über die AfD und riet dazu, "die Dinge so anzugehen, wie es ein guter Trainer machen würde".
Was das bedeutet? "Nicht zu sehr darauf schauen, was der Gegner macht, sondern aus eigener Überzeugung Strategien zu entwickeln und Dinge voranbringen", sagte Rettig: "Mehr Aktivität in der Sache und weniger gegnerorientiertes Taktieren."
T.Perez--AT