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Nach Querelen: IOC-Exekutive für Boxen bei Olympia 2028
Die olympische Traditionssportart Boxen wird aller Voraussicht nach 2028 zum Programm der Sommerspiele in Los Angeles gehören. Wie IOC-Präsident Thomas Bach am Montag in Costa Navarino/Griechenland erklärte, hat die Exekutive der Ringe-Organisation einen entsprechenden Beschluss gefasst und wird seine Empfehlung bei der 144. Vollversammlung zur Abstimmung vorlegen. Die IOC-Mitglieder treten von Mittwoch bis Freitag zusammen. Höhepunkt der Session ist am Donnerstag die Wahl des Nachfolgers bzw. der Nachfolgerin von Bach, der am 23. Juni nach zwölf Jahren aus dem Amt scheidet.
Das Internationale Olympische Komitee hatte Ende Februar bereits den neuen Amateur-Weltverband World Boxing "vorläufig als internationalen Verband innerhalb der olympischen Bewegung" anerkannt und damit die Weichen gestellt.
"Die Empfehlung wird der Sitzung vorgelegt, aber ich bin zuversichtlich, dass sie angenommen wird", sagte Bach am Montag. In der Tat sind Vorschläge von Bachs Exekutive von der Vollversammlung noch nie abgelehnt worden.
Nur Boxer aus Nationen, die World Boxing angeschlossen sind, können an L.A. 2028 teilnehmen, stellte das IOC klar. Die Fristen hängen von den Qualifikationsterminen ab. Mehr als 80 nationale Verbände aus fünf Kontinenten haben sich inzwischen World Boxing angeschlossen, darunter der Deutsche Boxsport-Verband (DBV).
World Boxing wurde 2023 vor dem Hintergrund des Konflikts zwischen der International Boxing Association (IBA, früher AIBA) und dem IOC ins Leben gerufen. Das IOC hatte die aus Russland gelenkte IBA 2019 wegen schwerer Verfehlungen suspendiert und im Juni 2023 ausgeschlossen.
Die olympischen Boxturniere 2021 in Tokio und 2024 in Paris wurden vom IOC selbst ausgerichtet. Eine dritte Auflage wollte die Organisation nicht auf die Beine stellen, zwischenzeitlich stand deswegen das Olympia-Aus für das Boxen im Raum, das seit 1920 in Antwerpen ununterbrochen Teil des Programms war.
N.Walker--AT