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Befreiungsschlag im Keller: St. Pauli bezwingt Hoffenheim
Endlich wieder Partystimmung auf dem Kiez: Der FC St. Pauli hat sich nach schwierigen Wochen Luft im Tabellenkeller verschafft und seine eklatante Heimschwäche überwunden. An einem emotionalen Flutlicht-Abend am Millerntor schlugen die Hamburger die TSG Hoffenheim hochverdient mit 1:0 (0:0).
Noah Weißhaupt (51.) traf für die Gastgeber, die ihren Vorsprung auf den Relegationsplatz 16 vorerst auf fünf Punkte ausbauten. Nach sechs sieglosen Spielen in Folge präsentierte sich St. Pauli in einer richtungsweisenden Partie erstligareif. Die TSG hingegen verpasste es, ihren Aufwärtstrend fortzusetzen und sich vorzeitig aus dem Abstiegskampf zu verabschieden.
"Es gilt, Ruhe zu bewahren. Wohlwissend, dass wir auch Druck haben", hatte St. Paulis Coach Alexander Blessin vor der Partie erklärt. Und auch die Fans der Hamburger waren entschlossen, ihren Teil zu einem enorm wichtigen Sieg beizutragen. Mit einem beeindruckenden Feuerwerk vor dem Millerntor heizten sie bei kuscheligen zwei Grad in der Hansestadt die Atmosphäre auf.
Es schien zu fruchten: Das Heimteam ließ sich auch von der jüngsten Ergebniskrise nicht beirren und legte gut los. Kapitän Jackson Irvine näherte sich früh zweimal dem Tor an, ihre chronische Ungefährlichkeit vor dem gegnerischen Gehäuse konnten die St. Paulianer aber zunächst abermals nicht ablegen.
Trotz deutlicher Überlegenheit ging es torlos in die Pause. Zuvor hatte Danel Sinan noch aus der Distanz Nationalkeeper Oliver Baumann im TSG-Tor zu einer guten Parade gezwungen (27.) - und Siebe Van der Heyden bei der besten Chance nach einer Ecke per Kopf die mittlerweile verdiente Führung für St. Pauli (28.) verpasst.
Die Hoffenheimer, die sich in einer schwachen Saison zuletzt mit acht Punkten aus vier Spielen gefangen hatten, enttäuschten auch zu Beginn der zweiten Hälfte auf ganzer Linie, was sich schließlich rächte. Baumann spielte im Aufbau einen verheerenden Pass, den Philipp Treu abfing. Der Mittelfeldspieler bediente Weißhaupt, der nur noch einschieben musste und die leidgeprüften Fans erlöste. Bereits neunmal war St. Pauli in dieser Saison ohne Heimtor geblieben.
Weil Kapitän Irvine wenige Minuten später per Kopf an Baumann scheiterte und das überfällige 2:0 verpasste (58.), blieb es bis in die Schlussphase hinein spannend. Kurz vor Schluss brachte sich St. Pauli nach einer Flanke fast noch selbst um den Lohn (90.+3), der unglücklich abgefälschte Ball ging aber knapp am Tor vorbei.
T.Sanchez--AT