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Vilsbiburg zieht sich aus Volleyball-Bundesliga zurück
Die Roten Raben Vilsbiburg ziehen sich zu der kommenden Saison aus dem Spielbetrieb der Volleyball-Bundesliga (VBL) zurück. Wie der Verein am Dienstag bekannt gab, werden die Bayern für die Spielzeit 2024/25 keinen Lizenzantrag stellen. Den Verantwortlichen sei es nicht möglich gewesen, "weiterhin den erforderlichen finanziellen Rahmen für einen geregelten, perspektivisch erfolgreichen Spielbetrieb mit sportlich konkurrenzfähigem Kader in der höchsten deutschen Spielklasse zu organisieren".
Seit 2001 spielten die Roten Raben ununterbrochen in der ersten Liga, 2008 und 2010 gewannen sie jeweils den Meistertitel. In der aktuellen Saison war Vilsbiburg Ende März im Viertelfinale der Play-offs am SSC Palmberg Schwerin gescheitert.
"Nach langen Überlegungen und intensiven Bemühungen mussten wir mit Blick auf unsere ganzheitliche Verantwortung für den Klub die Entscheidung des Rückzugs treffen", sagte Michael Ostermaier, Sprecher der Gesellschafterversammlung: "So schmerzhaft dieser Schritt ist und so sehr wir ihn emotional selbst bedauern, so unvermeidlich erschien er uns nach nüchterner Analyse der Situation und seriöser Folgenabschätzung."
Die VBL bedauere "diese für alle in der Liga überraschende Entscheidung der Verantwortlichen in Vilsbiburg sehr", sagte Geschäftsführer Daniel Sattler: "Die Roten Raben Vilsbiburg sind ein Traditionsstandort mit einer titelreichen Vergangenheit. Der Verein war immer eine Bereicherung und eine feste Säule für die Volleyball-Bundesliga."
Die aktuelle Situation zeige noch einmal deutlich, "vor welchen wirtschaftlichen Herausforderungen die Vereine und wir als Liga stehen, wenn wir eine gesunde Entwicklungsperspektive anstreben", so Sattler weiter. Nach dem Aus der Roten Raben visiert die Liga für die Saison 2025/26 wieder eine volle Staffel mit zwölf Mannschaften an.
J.Gomez--AT