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Jurack: Olympia-Qualifikation "eine Frage des Kopfes"
Rekordnationalspielerin Grit Jurack hat vor dem Olympia-Qualifikationsturnier das Nervenkostüm der deutschen Handballerinnen als größte Herausforderung ausgemacht. "Wir haben sehr gute Chancen, das Olympia-Ticket zu lösen. Es ist aber auch eine Frage des Kopfes. Wenn man auf dem Papier besser ist, macht es die Aufgabe umso schwerer", sagte die frühere Weltklasse-Spielerin dem Sport-Informations-Dienst (SID).
Das Team von Bundestrainer Markus Gaugisch kämpft ab Donnerstag in Neu-Ulm um die erste Olympia-Teilnahme seit 2008. Gegen Slowenien (Donnerstag, 17.45 Uhr/Sport1), Montenegro (Samstag, 14.15 Uhr) und Außenseiter Paraguay (Sonntag, 13.30 Uhr/beide ARD) ist die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) favorisiert. "Ich wünsche dem Team, dass es frei spielen kann. Ich drücke aus der Ferne die Daumen und hoffe für alle Spielerinnen, dass sie Olympia erleben dürfen", sagte Jurack.
Die 306-malige Nationalspielerin zählte zum bislang letzten deutschen Frauen-Team, das es vor 16 Jahren in Peking für Sommerspiele qualifizieren konnte. Olympia in China sowie die Teilnahme in Atlanta 1996 sieht Jurack als "das Highlight" ihrer Nationalmannschaftskarriere, sie ordnet die olympischen Erlebnisse sogar "viel, viel höher" als ihre beiden WM-Bronzemedaillen 2007 und 1997 ein. Olympia sei "einfach unbeschreiblich", der Gedanke an die Eröffnungsfeier in Peking sei "einfach geil. Da kriege ich jetzt noch Gänsehaut."
Jurack sieht im deutschen Team um Kapitänin Emily Bölk immens viel Potenzial, allerdings müsse sich der "Knoten lösen", sagte Jurack. "Das Problem ist seit Jahren, dass wir in Deutschland immer sagen, jetzt sind wir dran – und dann hat es knapp nicht gereicht." Nun bietet sich die Chance, auf der größtmöglichen Bühne ins olympische Rampenlicht zu drängen: "Das wünscht man einfach jedem Profisportler."
T.Perez--AT