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Angesichts der massiv gestiegenen Strompreise spricht sich die FDP-Bundestagsfraktion für eine Laufzeitverlängerung der drei verbliebenen deutschen Atomkraftwerke aus. Dabei empfehle die Fraktion auch, dass "zusätzliche Brennstäbe eingekauft werden", sagte Fraktionschef Christian Dürr am Donnerstag bei einer Klausurtagung in Bremen. Damit solle ein "deutlichen Signal" gesetzt werden, dass auch über diesen Winter hinaus bei Strom "mehr Mengen in den Markt kommen".
Nach bisherigem Stand sollen die drei verbliebenen Atomkraftwerke zu Jahresende vom Netz genommen werden. Bundeswirtschafts- und Bundesumweltministerium hatten im März nach einer Prüfung einen möglichen Weiterbetrieb verworfen. Angesichts der angespannten Lage auf den Energiemärkten läuft nun aber ein weiterer sogenannter Stresstest zur Sicherheit der Energieversorgung.
"Die geplante Stilllegung der drei noch laufenden Kernkraftwerke würde die aktuelle Energiekrise verschlimmern", heißt es in einem Positionspapier der FDP-Bundestagsfraktion. "Ein Weiterbetrieb würde nicht nur den Bedarf an knappem Erdgas spürbar senken. Er würde auch dafür sorgen, dass teure Gaskraftwerke seltener laufen und die Strompreise "spürbar" dämpfen.
"Die Vorkehrungen für den Weiterbetrieb müssen jetzt angesichts der sich verschärfenden Stromkrise unverzüglich getroffen werden", heißt es in dem Papier. "Ergibt sich hieraus die Notwendigkeit, weitere Brennelemente anzukaufen, müssen die Bemühungen hierfür kurzfristig eingeleitet werden."
E.Rodriguez--AT