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40-Jähriger soll in Syrien Menschen misshandelt haben - Anklage in Berlin
Weil er als Gruppenanführer einer Miliz Menschen in Syrien misshandelt und verschleppt haben soll, hat die Generalstaatsanwaltschaft Berlin Anklage gegen einen 40-Jährigen erhoben. Ihm werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit in acht Fällen und Mord aus niedrigen Beweggründen vorgeworfen, wie die Behörde am Montag mitteilte.
2011 soll der Mann für gewaltsame Übergriffe auf regimekritische Demonstranten in Aleppo verantwortlich gewesen sein. Seine Gruppe nahm laut Anklage Teilnehmer der Demonstrationen gefangen und übergab sie den Sicherheitskräften. Anschließend seien die Opfer wochen- und teils monatelang gefoltert und misshandelt worden, was der 40-Jährige gewusst habe.
Vor der Festnahme sollen der Mann und seine Milizionäre wahllos mit heftiger Gewalt auf die Opfer eingeschlagen haben. An einem Freitag zwischen Ende April und Ende Juli 2011 hätten er und seine Gruppe den Organisator einer Demonstration so heftig mit Stöcken geschlagen und mit einem Elektroschocker verletzt, dass er später gestorben sei.
Die Generalstaatsanwaltschaft geht in diesem Fall von einem Mord aus niedrigen Beweggründen aus. Bei der Tötung sei es dem 40-Jährigen darauf angekommen, politische Gegner zum Schweigen zu bringen. Seit September sitzt der Mann in Untersuchungshaft. Er bestreitet die Vorwürfe. Seit 2022 wird gegen den Mann ermittelt. Der Generalbundesanwalt, der den Fall eigentlich bearbeitet hatte, gab ihn im Oktober an die Generalstaatsanwaltschaft Berlin ab.
T.Perez--AT