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Rohrbomben nahe US-Kongress 2021: Angeklagter erscheint erstmals vor Gericht
Ein Mann, der am Vorabend des Sturms auf das Kapitol am 6. Januar 2021 Rohrbomben in Washington deponiert haben soll, ist erstmals vor Gericht erschienen. Brian Cole aus dem US-Bundesstaat Virginia legte bei der Anhörung am Freitag vor dem Bezirksgericht in Washington kein Geständnis ab. Laut US-Medien glaubt Cole, US-Präsident Donald Trump habe die Präsidentschaftswahl im Jahr 2020 gewonnen.
Richterin Moxila Upadhyaya ordnete an, dass Cole bis zur Haftanhörung am 12. Dezember in Gewahrsam bleiben muss. Der 30-Jährige war am Donnerstag in seinem Haus festgenommen worden.
Die US-Behörden hatten sich zunächst nicht zu seinem Motiv geäußert. Die Sender CNN und NBC News berichteten nun, Cole habe der Bundespolizei FBI nach seiner Festnahme gesagt, er sei Anhänger der Behauptung, Trump sei bei der Präsidentschaftswahl im Jahr 2020 der Sieg "gestohlen" worden.
Die Rohrbomben waren vor Parteibüros der Demokraten und der Republikaner in der Nähe des Kongressgebäudes gefunden worden. Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt. Die Ermittler setzten eine hohe Belohnung aus, da die Rohrbomben theoretisch jemanden hätten töten können.
Hunderte radikale Trump-Anhänger hatten am 6. Januar 2021 das Kapitol gestürmt, um die Bestätigung des Siegs des Demokraten Joe Biden bei der Präsidentschaftswahl vom November 2020 zu verhindern. Trump behauptet bis heute, Biden habe sich den Sieg durch Wahlbetrug erschlichen.
B.Torres--AT