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Israelische Armee: Leichen zweier Geiseln im Gazastreifen geborgen
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben die Leichen zweier Geiseln im Gazastreifen geborgen. Angehörige der Streitkräfte hätten "die Leiche von Ilan Weiss und die sterblichen Überreste einer weiteren Geisel" geborgen, erklärte die Armee am Freitag. Zur Identität des zweiten Opfers wurden zunächst keine Angaben gemacht.
Weiss wurde während des Großangriffs der radikalislamischen Hamas und mit ihr verbündeter Palästinensergruppen am 7. Oktober 2023 im Kibbuz Beeri im Süden Israels getötet und seine Leiche verschleppt. Seine Frau Shiri Weiss und die gemeinsame Tochter Noga, die aus ihrem Haus entführt worden waren, wurden im November 2022 während der ersten Waffenruhe freigelassen.
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Die Bemühungen zur Rückführung der verbliebenen Geiseln dauerten an, erklärte er. "Wir werden weder ruhen noch schweigen, bis wir alle unseren Geiseln nach Hause gebracht haben, die Lebenden und die Verstorbenen", fügte Netanjahu hinzu.
Bei dem Großangriff der Hamas, der den Gaza-Krieg auslöste, wurden nach israelischen Angaben mehr als 1200 Menschen getötet, 251 Menschen wurden als Geiseln verschleppt. Noch immer werden 47 Menschen von der Hamas im Gazastreifen festgehalten, mutmaßlich 27 davon sind nach israelischen Angaben tot.
Israel greift seither massiv militärisch im Gazastreifen an. Dabei wurden nach Angaben der Hamas-Behörden knapp 63.000 Menschen getötet, die meisten von ihnen Zivilisten. Die Informationen können nicht unabhängig überprüft werden, werden von UN-Vertretern aber als plausibel eingestuft.
P.Smith--AT