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Absage der Union an "Leihstimmen": FDP-Spitze schießt zurück
Der Konflikt zwischen Union und FDP um Zweitstimmen für die Liberalen bei der Bundestagswahl geht weiter. Nachdem CSU-Chef Markus Söder am Samstag beim Parteitag der Christsozialen "Leihstimmen" für die FDP ausschloss, reagierte FDP-Generalsekretär Marco Buschmann umgehend: "Ich bin auch gegen Leihstimmen für CDU und CSU", schrieb der FDP-Politiker im Online-Dienst X. "Wer liberale Wirtschaftspolitik möchte, sollte das Original wählen."
Auch FDP-Chef Christian Lindner meldete sich zu Wort: "Auch wenn es so etwas wie Leihstimmen gäbe, wir wollen als FDP keine von Union", schrieb er auf X. "Was es aber gibt, sind Stimmen aus Überzeugung für eine echte Wende bei Wirtschaft und Migration - also gegen Schwarz-Grün."
Die FDP steht in den meisten Umfragen derzeit bei vier Prozent und würde damit wegen der Fünf-Prozent-Hürde nicht mehr im Bundestag vertreten sein. Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU) wirbt vor diesem Hintergrund seit Donnerstag massiv um FDP-Wähler. Die vier Prozent seien "verlorene Stimmen", welche die Union gebrauchen könne, argumentiert er. Die FDP will ihrerseits weiter kämpfen, um es doch noch über die Fünf-Prozent-Schwelle zu schaffen.
H.Thompson--AT