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Hamas bereitet Freilassung weiterer israelischer Geiseln vor
Die radikalislamische Hamas im Gazastreifen hat mit den Vorbereitungen für die Freilassung weiterer israelischer Geiseln begonnen. Dutzende bewaffnete und vermummte Kämpfer versammelten sich am frühen Samstagmorgen in der Stadt Deir el-Balah im Zentrum des Palästinensergebiets, wo sie eine Absperrung um ein offenes Gebiet bildeten - offenbar um die Menge an Schaulustigen zu kontrollieren. Wie bei vorherigen Freilassungen wurde eine Bühne errichtet.
Indes wurden in der israelischen Metropole Tel Aviv hunderte Menschen auf dem sogenannten Geiselplatz erwartet, um die Freilassung der Geiseln live zu verfolgen.
Laut einer am Freitag von der Hamas veröffentlichten Liste, die vom israelischen Forum der Geiselangehörigen bestätigt wurde, sollen insgesamt drei Geiseln freikommen, darunter auch der Deutsch-Israeli Ohad Ben Ami. Die beiden weiteren sind Or Levy und Eli Sharabi. Im Gegenzug sollen laut dem Palestinian Prisoners' Club, der die Interessen von Häftlingen vertritt, 183 Gefangene aus israelischen Gefängnissen freikommen.
Es ist die fünfte Geiselfreilassung im Rahmen der zwischen der Hamas und Israel geschlossenen Waffenruhe, die am 19. Januar in Kraft getreten ist. 18 Geiseln wurden bereits von der Hamas und verbündeten Gruppen freigelassen, Israel setzte im Gegenzug rund 600 palästinensische Häftlinge auf freien Fuß. Das Waffenruheabkommen sieht in seiner ersten Phase die Freilassung von insgesamt 33 Geiseln vor.
Von den insgesamt 251 Menschen, welche die Hamas bei ihrem beispiellosen Großangriff auf Israel am 7. Oktober 2023 verschleppt hat, verbleiben noch 76 im Gazastreifen. 34 von ihnen sind nach Einschätzung des israelischen Militärs bereits tot.
Der 56-jährige Deutsch-Israeli Ohad Ben Ami war am 7. Oktober gemeinsam mit seiner Frau Raz aus ihrem Zuhause im Kibbuz Beeri entführt worden. Raz war bereits während der Waffenruhe im November 2023 freigelassen worden und nach Israel zurückgekehrt. Zwei ihrer Töchter, die in den Kibbuzen Beeri und Nahal Oz leben, hatten den Angriff der Hamas überlebt, ohne entführt zu werden.
N.Walker--AT