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FBI: New Orleans-Attentäter handelte allein - keine Verbindung zu Las Vegas
Der mutmaßliche Attentäter in New Orleans handelte allein, zur Cybertruck-Explosion in Las Vegas gab es keine Verbindungen - dies sind die Erkenntnisse des FBI vom Donnerstag zu den tödlichen Vorfällen am Neujahrstag in den USA. Der mutmaßliche Attentäter Shamsud-Din Jabbar war demnach Anhänger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), die für zahlreiche Anschläge gegen westliche Ziele verantwortlich ist. Bei dem getöteten Fahrer des Tesla Cybertruck in Las Vegas handelte es sich laut Medienberichten um einen in Deutschland stationierten US-Soldaten.
"Wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt nicht davon aus, dass außer Shamsud-Din Jabbar noch jemand anderes an diesem Anschlag beteiligt war", sagte der stellvertretende FBI-Direktor Christopher Raia am Donnerstag in New Orleans. Am Mittwoch hatte die US-Bundespolizei zunächst erklärt, sie gehe nicht von einem Einzeltäter aus.
Die US-Behörden stuften den Angriff als "terroristische Tat" ein. Die neuen FBI-Erkenntnisse belegten, wie stark sich der mutmaßliche Täter mit dem IS identifizierte. "Er war zu hundert Prozent vom IS inspiriert", sagte Raia.
Jabbar habe vor der Tat auf einer Online-Plattform mehrere Videos veröffentlicht, in denen er seine Unterstützung für den IS bekundet habe. In einem dieser Videos habe er erklärt, dass er ursprünglich seiner Familie und seinen Freunden Schaden habe zufügen wollen. Aber der 42-Jährige sei besorgt gewesen, dass sich in einem solchen Fall "die Schlagzeilen nicht auf den 'Krieg zwischen den Gläubigen und den Ungläubigen' konzentrieren würden".
Der Angreifer hatte in der Neujahrsnacht einen gemieteten Ford Pickup im Ausgehviertel French Quarter von New Orleans in eine Menschenmenge gelenkt und dabei 14 Menschen getötet sowie zahlreiche weitere verletzt. Jabbar wurde anschließend bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet.
In seinem Wagen entdeckten die Beamten eine schwarze IS-Flagge. Nach Angaben von FBI-Ermittler Raia deponierte Jabbar auch zwei selbstgebaute Bomben in den Straßen des French Quarter. Diese seien in Kühlboxen versteckt gewesen. Der 42-jährige US-Bürger Jabbar hatte früher in der US-Armee als IT-Spezialist gedient, zuletzt war er offenbar als Immobilienmakler in Houston (Texas) tätig gewesen.
Ungeachtet der US-Staatsbürgerschaft Jabbars brachte der künftige US-Präsident Donald Trump die angebliche Politik der "offenen Grenzen" seines Vorgängers Joe Biden mit der Tat in Verbindung. In seinem Onlinedienst Truth Social beschimpfte der Rechtspopulist die US-Strafverfolgungsbehörden, weil diese ihn angriffen, "statt sich darauf zu konzentrieren, die Amerikaner vor dem äußeren und inneren gewalttätigen Abschaum zu schützen".
Der Anschlag in New Orleans sorgte weltweit für Bestürzung, zahlreiche befreundete Staats- und Regierungschefs sprachen Biden ihr Beileid aus.
Wenige Stunden nach dem Anschlag explodierte ein Tesla Cybertruck vor einem Hotel Trumps in der Casino-Metropole Las Vegas. Dass der Wagen vor dem Trump-Hotel explodierte und der Autokonzern Tesla vom Trump-Verbündeten Elon Musk geführt wird, sorgte für zahlreiche Spekulationen.
Die genauen Ursachen und Hintergründe für die Explosion waren am Donnerstag zunächst weiterhin unklar. Tesla-Chef Musk hatte am Mittwoch erklärt, diese sei entweder durch Feuerwerk oder durch eine Bombe verursacht worden. Nach Angaben des Sheriffs von Las Vegas, Kevon McMahill, befanden sich auf der Ladefläche des Cybertruck sowohl Benzinkanister als auch größere Feuerwerkskörper.
FBI-Ermittler Raia sagte am Donnerstag, zum jetzigen Zeitpunkt gebe es "keine eindeutige Verbindung zwischen dem Angriff hier in New Orleans und dem in Las Vegas". Der Attentäter in New Orleans nutzte zur Mietung des Ford Pickup dieselbe Carsharing-App, die auch bei der Anmietung des Tesla Cybertrucks genutzt wurde.
Nach Angaben von US-Medien handelte es sich bei dem Fahrer des Cybertruck um einen Angehörigen der Spezialeinheiten der US-Armee namens Matthew Livelsberger. Der Sender CBS berichtete unter Berufung auf Ermittler, der 37-Jährige sei in Deutschland stationiert gewesen und habe zum Zeitpunkt seines Todes Urlaub gehabt, den er in Colorado verbracht habe.
O.Brown--AT