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Kein Panzerglas-Kasten für Angeklagte im Brüsseler Terrorprozess
Im Prozess um die Brüsseler Terroranschläge mit 32 Toten von März 2016 werden die Angeklagten nun doch nicht in einem Panzerglas-Kasten sitzen. Das Gericht ordnete am Freitag den Abbau des in Zellen unterteilten Glaskastens an. Die Anwälte der neun lebenden Beschuldigten hatten kritisiert, ihre Mandanten würden darin wie Tiere zur Schau gestellt.
Rund sechseinhalb Jahre nach den Brüsseler Anschlägen hatte am Montag die juristische Aufarbeitung begonnen. Die meisten Angeklagten verweigerten wegen des Glaskastens jedoch ihre Teilnahme an der Voranhörung.
Der Hauptbeschuldigte, der französische Islamist Salah Abdeslam, warf dem Gericht eine unfaire Behandlung vor. Er war bereits im Juni in Frankreich zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Abdeslam gilt als einziger Überlebender der Pariser Anschläge vom November 2015 mit 130 Toten.
Der Glaskasten soll bis zum 10. Oktober abgebaut sein, wie Gerichtspräsidentin Laurence Massart in Brüssel mitteilte. Dann werden die Geschworenen bestimmt. Die Zeugenvernehmung beginnt am 13. Oktober. An dem Mammutverfahren nehmen rund 960 Zivilkläger teil.
Bei den Anschlägen am Brüsseler Flughafen und in einer Metrostation waren am 22. März 2016 insgesamt 32 Menschen getötet und 340 weitere verletzt worden. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) beanspruchte die Taten für sich.
W.Morales--AT